Pinguine und Jabberwocks.

Und ein oberernster brilliger Viertklässlernerd, eine Zahnarzthelferin und eine ebenso oberschlaue Schulkameradin. Jedenfalls. Auf einmal laufen überall Pinguine herum. Wo kommen sie her? Wo gehen sie hin? Wissenschaftliche und nochkindliche Beobachtungen, Spheres and Boobs, Pinguine und Monster. Und unglaubliche grandiose Einfälle, die man nicht immer versteht, die aber so viel Spass machen. Absolut sehenswert. Anime. Japan. Penguin Highway by Molten Brain Penguin Highway.

FantasyFilmFestNights. 2.

Night 2.

32 Malasana Street. Die Omma mit den wirren Haaren und die bespielten Wohnungen lassen an REC erinnern. Es gibt aber keinen Virus, sondern ein anderes Problem, dass die gerade vom Dorf eingezogene Familie beschäftigt. Spannend, atmosphärisch, spanisch. Voll ok, nie langweilig, sah ich gerne.

Hello World. Ich werde ja schon seit längerem gezwungen, jede Woche gefühlt den jeweils ersten Teil von 27 Animes zu gucken, und fühle mich wie diese an die Heizung gefesselte Frau, die von dem gitarrespielenden Hutträger auf den rechten Weg gebracht werden soll, in diesem einen Film, der inhaltlich dann doch nix mit dieser gerade beliebten (hey, wen interessiert sowas????) Netflixserie zu tun hat, die ich so gar nicht ansehen werde. Aber ich mag Animes. Und so auch hier. Nicht mein Stil, die etwas einfach gezeichneten Figuren. Aber eine bezaubernde Geschichte, bei der ich nie auf die Idee kam, zeitbedingte Logiklöcher entdecken zu wollen, ein Hobby wohl intellektuell nicht ausgelasteter mit zu wenig Geld für Golf. Und gut, Speed Racer ist immer noch bunter, aber hey, ich mochte den Film. Ziemlich!! (Ziemlich hier im Sinne von sehr...).

Yummy. Schon die Idee, einen belgischen Splatterfilm zu machen, der so aussieht, als ob er in einem Billigdrehland gefilmt wurde, was aber nicht der Fall ist, überzeugt total. Und auch im weiteren gibt es nicht nur pubertäre, sondern auch blutige neue Ideen, die weiter gehen als der Schattenboxkampf mit der Maus am Ende von Reanimator 3. Und das ein bisschen enttäuschende Ende kommt erst am Schluss und kann einem die Freude beim vorher Sehen nicht mehr nehmen. Chapeau. Mehr aus Belgien, bitte.

The other Lamb. The other Lamb by Molten Brain The other LambIrland mit Hügeln und Moos und Bäumen und Regen, und eine Horde Frauen, die gerade auf dem Markt der Domäne Dahlem waren, bei dem Stand mit den geschmackvoll auf die Umweltfarben abgestimmten einfarbigen Ökoschafwollklamotten geshoppt haben, und die vor der Menstruation etwas Weißes anziehen. Und, hinter den weißen Fäden, ein optisch etwas jesusiger Mann, der hier den betpatriarchischen Manson light macht. Und eine sich emanzipierende Frau mit schönen Augen. Klingt nicht so toll, was ich hier schreibe. Aber der Frauen-Film ist schon ok und wird nicht langweilig.

Follow me. Ein weiterer Social Media Film. Mit einer Escaperoom Story gepimpt. Alles nicht neu. 1000 m gegen den Wind vorhersehbar, alles. Alles. Echt. Aber immerhin solider Rausschmeißer, wenn auch ohne schauspielerisches Charisma...


Ein paar Tage später. Bin noch gesund. Glaub ich. Und bin inzwischen Zug gefahren. Wobei die DB sich nicht besonders darum schert, ob Glitzerschmuckommas in der 1. Klasse Maske tragen (hin) oder Volksbankmitarbeiter einfach ihre Nase nicht verpackt kriegen (Zurück). Volksnbank hab ich Gottseidank schon vor Jahren gekündigt.

FantasyFimlFest Nights. 1.

FantasyFilmFest. Nights. Mal wieder.

Nach vor Corona. Und nicht mehr am Potsdamer Platz, im einzigen Kino Berlins und glaubich Deutschlands, in dem in mehreren Säälen tatsächlich Originalfassungen ohne Untertitel liefen. Dass so etwas passieren kann, zeigt, dass nicht nur die zivilisatorische Decke, sondern auch die kulturelle außerordentlich dünn sind. Dick wie ein Brett dagegen Dummheit, Ignoranz und Gier.
Immerhin nicht so weit weg wie das Scala in Bangkok, das tatsächlich mein Lieblingskino war. Obwohl ich das Sputnik Wedding auch sehr vermisse. Da gab es noch Duoble Features und lange Nächte und Bierflaschen, die von ganz hinten nach ganz vorne rollten, bis fast unter die zerissengefledderte fahne, die da hing, eigentlich an einem roten Vorhang, der aber ab und zu auch blaulichtilluminiert wurde.

Egal.

Jedenfalls gut vorbereitet wie immer, mit ein bisschen weniger Publikum, die man aber doch oft auch mit Maske erkannte (eigene wegen Brillenbeschlagen, andere wegen naja Maske eben).
Viele mit unsichtbaren Harveys besetze Plätze.

Aber auch ein paar liebe Freunde und viele Ansagen. Danke ans Team.


The man standing next. Truepoliticsandcrimestreifen aus Korea. Nach der Hälfte des Films hat man ungefähr gelernt, wer wer ist, und hat einen Teil der Sehzeit damit verbracht, darüber zu trauern, nicht vorher mal ein bisschen neue koreanische Geschichte gelernt zu haben. Dann wir es spannend, nachvollziehbar und wirklich sehenswert, auch wenn der Hauptdarsteller irgendwie kleiner aussieht als im guten alten bittersweet Life.

The Intruder. Frau kann auf einmal nicht mehr richtig singen, auf ihrer Tonspur geschieht merkwürdiges, und sie träumt komische Dinge, oder auch nicht. Auch als Zuschauer weiß man manchmal nicht so richtig, wo es lang geht, was aber bedeutet, dass der Film Niveau hat. Trotzdem unterhaltsam.

True History of the Kelly Gang. Ich erinnere mich. Als ich Kind war. Enorm fasziniert von diesen westernen (ok, australischen, aber hey...) Rüstungsträgern mit dicktonnigen Stahllschlitzhelmen gewesen zu sein. The History of the Kelly Gang by Molten Brain Und ja, alles etwas durcheinander, aber der Mix aus toten Bäumen und weiteren Optikleckerbissen, bedrohten Babys, toller Musik, einer Familie im Off, einem den optischopulenten Weg des Depardieu gehenden Crowe, den ich ja immer noch etwas zu schmierslimeballselbstgefällig finde, Kleidern, von denen ich als Kind nichts gelesen hatte, und ein paar fast zu overthetoppen Schockierungsversuchen mit vergnügten Schauspielern und Babies machte mir richtig Spass. Highlight.

The Vigil. Geisterhausgeschichte. Mann lässt sich für eine Totenwache anheuern.Erst spukt es ein bisschen rum, aber bevor es zu konfus wird, zwiebelt sich die Story aus den Effekten raus, bleibt nicht in jumpscares hängen und macht dann auch Spass, besonders weil das jüdische Setting mal ein anderes ist.

We summon the Darkness. Sollte eine Komödie sein. Es gab aber nur eineinhalb Lacher. Die mal ganz netten (ja, in diesem Ausnahmefall nett im Sinne von ...) Ideen reichen nicht aus, den Film durch nächtliche eineinhalb postvierfilmige Stunden zu tragen, die Story ist mee, ich kam nie auf den Gedanken, hey das ist ein super Schauspieler, dem nehm ich das ab, oder der, aber hey, eine totale Gurke ist es dennoch nicht. Eben guter alter B-Movie Standard. Das Knoxville dabei ist, fällt nicht weiter auf.

The Beauty of Colour.

Ein warmer, leuchtender Film, der so aussieht, als habe Wong Kar-Wai einen Spike-Lee-Streifen gedreht. Ein paar historische Einsprengsel, vereinigt mit abundzunen sogar ziemlich inthemoodforloveigen Bildern mit Kleidern und Farben und Eleganz, ein unaufdringlich (eat this, Spike Lee) -geschmackvoller und eine geradlinige Story, ohne Pathos, mit Liebe. If Beale Street could talk by Molten Brain If Beale Street could talk.

5 black Lives matter

4 Vietnamveteranen plus ihre Traumata von da plus 1 Sohn reisen zusammen in den Dschungel zurück, um den dort gebliebenen 5. zu finden, und, klar, Gold. Der Film ist etwa so wie ein anderer, den ich vor einem Jahr sah, wo Veteranen Drogen versteckt haben, aber der war wesentlich schlechter, so dass ich mich auch nicht an mehr erinnere als daran, dass das Teil eher nicht so dolle war. Kann natürlich auch altersbedingter Griesgram sein. Und den Schatz der Sierra Madre kenne ich auch, klar. Der war besser. Qualitativ ist der Spike Lee Streifen mit den gewohnten Besonderheiten wie wertvollnervigen pädagogischen Hinweisen also dazwischen, passt aber aktuell ganz gut. Pädagogische Hinweise zu den Vietnamesen, die im wesentlichen gesichtslos im Dschungel rumschiessen, gibt es immerhin zweimal, bei einer Hühnerverkaufsanbahnung und Bildern von Opfern des Krieges. Ansonsten erfreulich, dass alle nicht altern, sondern sich nicht verjüngen, rückblickend, was denen, die heute Geburtstag haben, ein gewisser Trost sein mag. Trotz über zwei Stunden durchaus kurzweilig, nur das nicht riesige Budget wird durch den aufwändigen Score ab und zu nicht nur über-, sondern overthetoptüncht. Sehenswert, das. Und Reno in alt ist auch dabei! Da 5 Bloods by Molten Brain Da 5 Bloods.

Kratzkratzkratz oder Haut und Farbe die zweite

Das, was bleibt, sind nicht Bearts Augen oder ihr Gezwangsräkele oder Piccolis Gesicht und Nervosität oder das Herumgehusche Birkins oder die innere Spannung der Figuren, die sich irgendwohin bewegen, zwangsläufig, was sie wissen, aber ohne zu wissen, wohin... sondern das beruhigendbeunruhigende Kratzen der Zeichenfeder über die Leinwand. Ein Klassiker, den man gesehen haben muss, und wem das zu lang ist, der soll dann eben weniger Fußball gucken oder GNTM, mit Verlaub, und raus soll man ja eh nicht. Gerade auf arte. La belle Noiseuse by Molten Brain La belle Noiseuse. Oder für Synchronmenschen die schöne Querulantin. Rivette.

Blau, rot und... grün.

Nach langem Schweigen - Upsi, gibt es ein Wort für schriftliches Schweigen? Ausser nicht schreiben? ...(10 Minuten Nachdenken, Ethymologisches googeln, Analphabetismus, altgriechisch, aber da sehen die Buchstaben so komisch aus, Blockade passt auch nicht... naja, fällt mir nix ein, und jetzt denke ich darüber nach, ob es DAFÜR ein Wort gibt, für Nichteinfallen, ohne eine Negation zu bemühen... Egal. Vielleicht später. Aufgeschroben sozusagen, bei dem Thema. Immerhin. Ein neues Wort. Jedenfalls. Ob der mich beherrschenden Imaginationsleere bemühe ich nun als Beginn erstmalig ein Zitat. Eine Rezension eines Kunden eines großen Onlineversandes, der wohl auch Schund anbietet, glaubt man den Worten des immerhin schreibfreudigen "Axxxxxxxnkunde" (kein richtiges Zitat, die xxx dienen der Unkenntlichmachung, und die Zahl der xxxxxxx habe ich zufällig gewählt. Egal.

(Bleiwüstenverhinderungsleerzeile(n) oder Weiterlesanfixzeile(n)

Das Zitat: "Der Inhalt ist nichts weiter als sex eine richtige Story ist aber nicht drin wie es hinten drauf steht. Da ist man wieder reingefallen wie die das gerne machen, nur wer auf puren sex ohne Filminhalt steht für den lohnt der sich sonst Finger weg und nach was besseren gucken."

Hätte ich das vorher gelesen, wäre ich so motiviert gewesen, das Machwerk zu sehen, wie die geneigte Leserin und der geneigte Leser, diesen Text zu Ende zu lesen.

(Kurz nachdenken).

Aber. Hat der Recht oder vertraut man des Zitierenden Schreibekunst? Was ist drin, da? Tolle Farben! Nicht wie beim tollbuntesten aller Filme, Speed Racer, aber schon mehr als beim Fantasyhongkongkino der 80er. Es gibt tolle Kostüme, die einen in Coronazeiten zum Nachdenken bringen, wie Gasm äääh ABC-Schutzmasken, bei denen man die Schauspielerinnen oder eher Schaustellerinnen - nämlich sich selbst, zumindest so ein bisschen - reden sieht, weil man besser ohne dieses Ausatemventil hört... ! Und wenn es keine Kostüme geht, kann man über unsere medial geprägten Schönheitsideale nachdenken... hier gibt es noch Realität! Und es gibt Folter! Männer mit ohne viel an werden mit drogiggrüner Mehralsenthemmungsfarbe angespritzt und überkleckert und jammern: "Schlaaaf mit mir!", ungefähr 7000 Mal, die Armen, mit Knallchargenjammergesicht, während hochhackige Waden und wabernde Möpse drohende Schatten durch fiese Gitter werfen...
Blue Rita by Molten Brain Und es gibt eine Zweikampf, den man gesehen haben muss, unglaublich, wie in der 10ten Klasse gedreht, aber mit Muskelrwachsenen, die mit debiler Ernsthaftigkeit Sätze sagen, die man nicht hören will, und auch nicht muss, um die trotzdem gelinde faszinierende Handlung zu verstehen. Und Herbert Fux angelt und trinkt lieber was, und ich wette, er hätte heute im Laden auch keine Maske aufgesetzt, die coole Sau (eigentlich hasse ich diesen Spruch, ist so tillschweigerig, wie klebende Finger, aber hey, er passt hier...). Aber wenn der Axxxkunde meint, da sei purer Sex drinne, dann ist das eher nicht so. Dann würde ich sowas nicht haben wollen. Aber irgendwie ist das Bild-und Tonmaterial schon faszinierend, dieses schon etwas peinlichgroteske pseudopsychedelische buntdebile Bahnhofkinoschmuddelsarthousteil.... Blue Rita. Das Frauenhaus. Auch von Jess Franco.

Die irren Augen von London.

Wenn es draußen herumvirt, muss der Doktor her. Hier Dr. Orloff, der aber keine Viren dezimiert oder Interviews gibt, sondern leichte Damen metzelt. Warum er das tut? Wird auch erklärt, aber Kinskis Blick reicht eigentlich schon... Dass das Eurotrash ist, merkt man an der dann dochen deutschen Sprache, und an Herbert Fux, der am Ufer eines Gewässers - hier wohl die Themse, die aber bayrisch aussieht, und tatsächlich in der Schweiz ein Loch füllt - sitzt und angelt zu abends einen heben geht. Abgesehen von diesem V-Effekt irrblickt und sproddelt es gelegentlich, es gibt munter Sprüche aus den Siebzigern, und alles ist - Jess Franco - etwas sleazig inszeniert, aber so als Anfang der Erkundungen der Schmuddelecke Bahnhofskinofilme dank Fux und Kinski besser als Anstehen im 1,5-Meterabstand. Sogar ziemlich viel besser. Man könnte aber auch was Vernünftiges tun. Jack the Ripper by Molten Brain Jack the Ripper.

Schwarz, weiß, blond, gelb.

Gelb? Gelb. Wie Giallo. Mario Bava. Exzellente Kamera, und eine nicht völlig unvorhehrsehbare aber egale Story. Aber schon lustig. Die blonde nach Italien (ja, damals...) unterwegse Studentin raucht erstmal im Flugzeug, und damit verrate ich noch gar nicht alles, und kaum in Rom, passieren ihr oder beobachtet sie - oder sie hat nur zu viel Phantasie? Vom Rauchen Vielleicht? - diverse Verbrechen, die so passieren, im Rom, an dieser Treppe, die mir spanisch vorkommt, genau wie man sich das so vorstellt, Großstadt, nachts, Untaten, und es ist alles ziemlich leer, wie heute, ansonsten. Außerdem gibt es John Saxon, der mal nicht gegen Bruce Lee antritt, und zwar missmarplet es ein bisschen, aber hey, die Story ist eher ein Aufhänger für die dichte dunkle Atmosphäre, die ab und zu etwas zerwitzelt wird, und die wirklich stimmige Bebilderi des Ganzen... Nice, that. The Girl who knew too much by Molten Brain The girl who knew too much.

Kleine, Starke, und eine Art Huhn.

Lange drum gedrückt. Wollte ich eigentlich nicht sehen. Eigentlich. Aber hey. Nach Nightbreed - dazu später - musste das sein. Klassiker, immerhin. 1932. Aber war dann doch nicht so schlimm wie ein Zahnarztbesuch. Sogar ganz lohnend. Jedenfalls. Zirkus. Nicht wie heute normal, mit Band und Seifenblasen und Poesie und mit ohne Tiere. Und auch nicht nur gestreamt und ohne Kinder, die in der ersten Reihe sitzen und sich freuen oder zanken oder sich ängstigen, und ohne Publikum wie mir, das dann immer hinter so einem Pfosten sitzt und wo der Schal dann zwischen den Bänken irgendwo ins Dunkel fällt. Eben Zirkus Corona gerade. Egal. Jedenfalls laufen im Film keine Löwen und Elefanten, sondern Menschen mit besonderen Fähigkeiten herum, etwa ohne Beine. Oder mit Bart, aber als Frau. Oder in Klein. Oder so. Und verlieben sich in adrette Tänzerinnen, die aber mit dem Muskeltypen rummachen, der groß, dunkel und dumm ist, was ja bekanntermassen eher anziehend sein soll, für Manche. Ob da die Erbschaft hilft, als Größenkompensation, hier? Verrate ich nicht. Mit ein wenig Innerlichzähnezusammenbeißen kann man das schon selber ansehen. Auch wenn man gegen das Zurschaustellen von äußerlichen menschlichen Absonderlichkeiten ist. Zu denen sich hier die fehlenden inneren Werte Anderer gesellen.Verkehrte Welt, sozusagen, der Schein trügt. Aber vielleicht kriegen alle, was sie verdienen. Hier. Freaks 1932 by Molten Brain Freaks.

What if.

Auch haarig. Rot. Keine Autobiografie von Gerwig. Aber wohl ein alternativfiktivautobiorafisches Comingofagekaleidoskop. Wiewäredasgewesenwennes, leicht und zart verpackt, häppchenweise goutierbar wie optische Kanapees. Freier, getrauter, bunter und aufrührerischer. Hervorragen gespielt, ohne mehr Tragik als das was man eh so erlebt hat, oder weniger, oder beides. Total ankuckbar, das. Oder sogar kleinodig großartig, wenn man so nachdenkt. Lady Bird by Molten Brain Lady Bird.

Schwarz und weiss und etwas nebulös.

Nach einer Weile miteinemaugenen und nurem Allesverschwommensehen ein kontraststarker knackescharfer Klassiker zum Wiedereingewöhnen. Berlinale sucks sowieso irgendwie. Trotz Barbara Steele, die ein bisschen aussieht wie eine deformierte viktorianische Großaugenmangapuppe - meistens - gibt es unbunte dräuendmäandernde Bodennebel auf nächtlichen Friedhöfen und in alten Gemäuern, Spinnweben und unheimliche Kutschen in Wäldern ohne Blätter - quaisbrandenburgisch, obwohl es ja augenblicklich gefühlt immer regnet. Wegen der fantastischen Kameraarbeit kann das Gehirn weitgehend aus bleiben. Die Frage, ob das nun Vampire sind, ist egal. Aberne zarte Seelen - die das hier aber sowieso nicht lesen - seien gewarnt: Die Maske des Satan hat kein Gummiband. Bereicherung, das. Mario Bava. Black Sunday by Molten Brain Black Sunday. Passt.

Bad people. Or not.

Ein anderer Klassiker. Im Friese-Greene. Erstmal begegnen sich zwei, ein jamesdeaniger Müllmann - Sheen, der Vater - und eine Minderjährige - Spacek. Bald stirbt jemand, nicht die einzige Person hier, und bei der orffschen Musik fällt einem ein, dass in True Romance zu einem mehroderwenigeren Anlass gefrauseufzt wurde: Thats so romantic!. War es auch, in dem andern Film. Oder cool, auf eine bizarre Art. Wie in Natural born Killers. Ist eben nur ein Film. Oder zumindest nachvollziehbar. Wie in Bonnie und Clyde. Aber hey. Nix hier. Irgendwie wirkt Tarantino im Vergleich zum Altklassiker etwas weicheiig, Stone etwas popcornkinoesk... Sozusagen. Hier also die neutrale Fassung. Mit Stimme aus dem Off. Vor Tarantino und Stone. Und alles passiert einfach, wie in der Natur, und Erklärungen muss man sich selber basteln, wenn man sowas will. Bleibt lange im Hirn, das. Badlands by Molten Brain Malick's Badlands.

Nicht zusammen, oder aber doch?

Großartig. Hepburn und Grant verbalpaaren sich in dieser preharryundsallygen schon etwas screwballigen Romcom, mit starker Betonung auf dem rom, obwohl der Film nicht in Rom spielt, sondern zumeist auf einem Schiff, dass die zwei Richtung Hochzeit befördern will, aber nicht miteinander... Aber auch in New York, dann, am Ende... Egal. Mit geschliffenen Dialogen, die es damals noch gab, mit Kostümen und naiver Raffinesse und Immerlächeln, und einer okayen Oma, aber auch mit zu langen Rumgesängen absolut zu unsmpathischer Kinder. Das fiesester der Pausbäckchenbälger kriegt dann auch immer die vielleicht verwandtschaftsbedingten Großaufnahme, aber das sind die einzigen Teile des Films, die sucken..... Das Ganze passend in einem kleinen Filmclub in Bangkok, mit einer überaus netten und zwanzig Zentimeter größeren zauberhaften Begleitung, die, auch wenn sie nicht so aussah, aus Mainz kam, bei deren Vorname ich nicht genau weiß, wie er geschrieben wird, und die den Filmgenuss durchaus förderte, obwohl der Friese-Greene Club das mit seinem Charme auch so hingekriegt hätte... Das einzige Kino, bei dem man, wenn man dann doch vorher Craftbeer trinkt, auf dem Gang zum Klo zwar zwei Etagen runter muss, aber filmunterbrechungsverlustmindernd mit einem gut einsehbaren Bildschirm auf jeder derer, und dass dann über oder vor ... je nachdem, wo notwendig, aber da will ich nicht in unnötige Einzelheiten mich verirren, heute, dass da, jedenfalls, kein iPad hängt zum absoluten Kontinuitätserlebnis. Jedenfalls total ansehbar, mit Genuß, das, da, aber auch woanders, und zusammen, oder auch nicht..An Affair to remember by Molten Brain An Affair to remember.

Lehrer, Schülerinnen, Verzweiflung

Sehr intelligente, kreative einzigartige Animeserie über einen ab und zu suizidierenden Lehrer, der diverse optischverbale Reisen durch Redewendungden, Kultur und existenzielle Fragen unternimmt, begleitet von einem abundzunem irgendwoen Gesicht des Zeichners, seinen in ihn verliebten Schülerinnen, die auch so alle ihre Eigenarten haben, und ja, es gibt auch ab und zu die in Animes so beliebten oder unbeliebten Huchshots, die hier aber eher kulturreferenzeill gemeint sind, wahrscheinlich, oder auch nicht, aber das ist mir ehrlich hier total egal.... sehr sehr gut mit ordentlich Verzweiflung. Und Optimismus. Und Wahnsinn. Sayonara Zetsubo Sensei by Molten Brain Sayonara Zetsubo Sensei.

Alte Männer.

... und ein paar leere Zeilen, des besseren Lesens wegen....

Wenn die Muskeln nicht mehr so wölbig fest sondern irgendwie silikonkisseninnenlebengleich rumlabbern oder sich hinter faltige Altersflecken zurückziehen, entdecken so manche Filmhaudruffer die Charakterschauspielerei, die allerdings in deutschen Landen bereits zarte Nochnichtodersowiesoniesofürkörperlichegewaltseier so erfüllt, an Filmhochschulen oder in Erstlingswerken, dass diese sich schon aus jeder Kulturpore mitesserig herauswürgt, dass man sich dann doch ohne jedwede Umschweife sofort wieder dem Genrekino zuwendet...

Egal, Stallone, der immerhin in Copland geradezu brilliant bebaucht ohnmuskelte, macht in seinem vielleicht letzten Vietnamveteranenfilm das, was auch schon Wolverine tat, oder Jackie Chan, erstmal bisschen reden und eher nur passivkloppen. Er tunnelt rum, klar Vietnam, gibt auch Muskeln am Arm und Sixpack, mit ollen Adern drauf, und warum, weiss man auch irgendwann, und er fährt den Grenzzaun kaputt, yess,aber die Mexikaner sind dann doch eher ungut und mit Vorsicht zu geniessen, bis auf eine, die eher intellektuell wirkt, aber auch gleichzeitig nicht wirklich wie eine Klischeeige von da rüberkommt... und am Ende wird dann wie alsdann die Keule ausgepackt, und es gibt Gangstergulasch im Zeitraffer,irgendwie rangehängt,irgendwie zu hastig gehetzt, da hilft auch Stuhlrumsitzen nicht.... Alles drin, aber das ist dann auch irgendwie mit drei Köchen, und jeder macht es richtig, aber jeweils für andere... Rambo - Last Blood.

Trotzdem würde ich noch einen Teil drehen wollen, dann Zombo - No Blood, mit Rache aus dem Grab oder so..

Egal. Bereits ein bisschen vorher gabs das Alterswerk mit diesem matrixschen Überbeliebtseier, weil er so nett ist, steht im Netz, der dann aber nicht wirklich muskelig und auch nicht wirklich alt ist, ausser man ist so sechs oder so, dann ist acht schon alt, aber doch behäbiger, nicht mehr wie ein gemütlicher Tanzbär, der dann doch ungemütlich wird, sondern wie ein schon bisschen müder Tanzbär, der erkannt hat, dass er den Weg des Seagal gehen wird, der irgendwann nur noch einen Gesichtsausdruck und ein Zelt als Hemd hatte... wäre nicht so schlimm, das, wenn nicht Crying Freeman Dacascos - der damals die Filmgefährtin heiratete und Kinder kriegte und das ist immer noch so - ständig gegen ihn verlieren müsste, obwohl er zwar eine gollumige Frisur hat, aber ansonsten so drahtig und frisch kampftänzelt wie vor dreissig Jahren oder so, chapeau...

Ansonstenes wie erwartet, mit den aus den anderen Teil bekannten Gesichtern und einer nicht wirklich überraschenden Story, solider Wennauchkeanuaction ohne Selbstironie, und hey, besser als Teil 1... John Wick 3 by Molten Brain John Wick 3 - Parabellum.

Vor Joker.

Weiß nicht. Soll ja gut sein. Joker. Auch wirklich ein begnadeter Hauptdarsteller. Der so gut ist. trotzdemes irgendwiees Unwohlgefühl. Das Gefühl, als ob Ledger postmortal exploitativ ausgeoscarweidet wird, irgendwie. Obwohl ich ihn für überschätzt hielt, damals. Wirklich okayer Joker, aber der Hype?? Really? Egal. Zur emotionalen präventiven Wiedergutmachung noch mal was altes gesehen. Australien. merkt man, wenn man erstmal nix versteht. Junger geradenochtürstehergewesener Grünesmuscelshirtträger will gangstern, hat Pech, und eine Mehroderwenigerblondine gibt es auch, und viele kurzhosige (Australien) Keinenspaßversteher von jenseits des Gesetzes... Und Kinder gibt es auch, erstmal, und das Ganze ist dann wirklich eine unterhaltsame schwarze Komödie, ohne Längen, mit Schauspielerei, richtiger, und ja, Heath Ledger war echt gut. Dennoch gehe ich als tortsdem Bisherauchschonphoenixbesserfinder mehroderwenigerbald da mal rein, wenn es mal wieder Karten gibt, für das neue Teil, also neu, wenn sozusagen die Gegenwart jetzt ist, die augenblickliche, aus meiner Sicht.. Mit irgendwieem schon schlechtem Gewissen. Two Hands by Molten Brain Jedenfalls sehr lohnenswert. Two Hands.

Nichtwirklichheiterhorror.

Kein angenehmer Film. Und kein kurzer. Aber hey. FFF-Nachklapp, sozusagener. Immerhinnes Beziehungssommerundwiesensetting, schwedischländlich, mit quasioriginalen und durchausorgineller Ausstattung, von weißen Kleidchen über Wandmalereien bis hin zu Riten, die nicht nur skandinavisch fremdartig, sondern unheimlichbefremdlich eine Stimmung erzeugen, die sozusagen die hochkulturelle Version der beklemmenden Spannung darstellt, die Filme wie 2000 Maniacs erzeugt haben, damals, weil man ja doch weiß, dass es hier nicht um eine heitere drogige Astridlindgrenverfilmung handelt, bei der alles ziemlich ok ist im Dorf... Jedenfalls wird gefeiert, und das kann eine etwas exzentrische Kommune sein, , oder auch nicht, hey, aber das wird erst nach einer Weile klarer... Mir gefiels, statt Dunkelheit und österreichischer Bergwälder oder hinterwäldlerischer Hilliebillieruinen oder der australischen Wüste mal was anderes zu sehen...Midsummar by Molten Brain Midsummar.

FantasyFilmFest. Tag 12.

Alltagsmüdigkeitsbedingte Verzögerung. Egal. Oder?. Jedenfalls:

White Snake. Hmm. Zwiespalt. Die 3Danimation erinnert an die Barbiefilme, von denen ein paar gar nicht so schlecht sind, eigentlich. Meine ich wirklich. Inhaltlich. Die in der aktuellen Verfilmung so weißen (gute Bleichmittelwerbung...) Glattgesichter haben mich jedenfalls übelst abgelenkt, trotz ansonsten oft wirklich ansprechender Digitaltrickoptik. Und ja, es gab ein paar rewarding moments... Trotzdem. Wohl die Vorgeschichte zu dem Jet Li Film, den ich noch nachholen muss, der aber wohl sicher nicht das Richtige ist, wenn man Schlangen und Ärzte mag, und Priester, denn da ist die Serie Legend of the white Snake wohl interessanter, gerade was das Ende angeht, obwohl man mehr als eine Arbeitswoche Zeit investieren muss, bis man da ankommt... und natürlich die gute alte Tsuiharkvariante... mal aus dem Regal kramen, die...

The Furies. Gute Idee, schon, irgendwie, trotz der glaubunwürdigen Aufwände im Film, das geht billiger... Aber man sieht das auch nicht. Ansonsten eher maue weibliche Rumlauferei im Mehroderwenigerwald, ein paar blutige Effekte, bis das Geld ausging, und ein paar aufwändigen Latexinsgesichtklebereien, bei denen man gerne hinter die Fassade gesehen hätte... Aber hey. Viel Interessantes bleibt ungezeigt. Als Ersatz gibt es ein bisschen ungelenke Schauspielerei und Verfolge auf unterem B-Level. Ansehbar, aber nicht mehr.

Dark Encounter. Beginnt als kleine Variante von Die unheimliche Begegnung der dritten Art, bei der nicht berggetöpfert wird, sondern einen verschwundenen Mädchen hinterhergetrauert... irgendwann kippt das Ganze, genremäßig, und wird in der zweiten Hälfte etwas weniger zäh und macht dann zuweilen sogar Spaß, und man denkt zurück an GELÖSCHT was ja wohl nicht spoilerig ist, hoffentlich.... oder doch? Deswegen erst gleich, am Ende, ungefähr jetzt: genau, an Interstellar. Ok soweit, dann, am Ende. Der Film.

3 from Hell. Robzombiefilme sind für mich schon ziemlich überdiegrenzwertig. Ohnironische Beenassholepropaganda, unsympathische Darstellerriege, der man im Fahrstuhl nicht begegnen will, und auch sonst ziemlich verwerflich, was so das üble Weltbild angeht, derer, die das verzapfen. Ohne dass ich da zimperlich bin. Aber hey, es hat dann doch irgendwie Spass gemacht, komisch, das, und das Ganze ist schon so solide hollywoodesk geworden, dass im nächsten Film Nonnen und Kinder gerettet werden werden, wohl. Und immerhin machen die Filme und verüben keine Verbrechen. Wakamatsu in Böse, sozusagen, auf einer verdrehten Werteskala.

Scary Stories to tell. So, der Abchlussfilm, dann, nach einer 12Tagequal von Trailerfolter, die auch nicht durch das Mittexten gebrainwasheder Geschmackszombies gemildert wurde. War besser als der Trailer dann, aber folgte den Mainstreamhorrorregeln, hatte nur halbüberzeugende Kindarsteller, arbeitet sich an der getrailerspoilerten Hinweisen ab und hatte dann auch nicht viel mehr zu bieten, ausser der fehlenden Synchronisation, die das Salz in der Suppe des Trailers waren, wenn man total versalzen meint. Als Abschlussfilm enttäuschend. Aber als Rausschmeisser ok.

Ansonsten vielen Dank ans Team. Gute Auswahl, und so viele nette Ansagen!!

FantasyFilmFest. Tag 11. Teil 2.

Why don't you just die! Erst war ich irrtiert. Die Schauspieler hatten alle komische Nasen. Wenn man sowas nicht am, sondern im Kopf hat, einen Augenwurm sozusagen, ist es schwer, sich wieder da wegzukonzentrieren. Aber hey. Es gelang. Vielleichtschwiegervater und Tochterfreund treffen aufeinander, und es sind nicht deNiro und wiehießderanderenoch... und ja, der Splatstick trifft es schon, es ist blutig, und man lacht, während und bis es wehtut, sozusagen, oder man würde es, wenn man nicht irgendwie doch langsam etwas müde wäre, und wenn die Nasen da nicht wären, aber hey, uneingeschränkt zu empfehlen, das, weder plump noch doof noch ohne logische Storyline, die tatsächlich immer noch ein bisschen mehr aus der kleinen Wohnung und den Möglichkeiten, die sie bietet, herauskitzelt..

Red Letter Day. irgendwie The Purge für Arme, und The Purge fand ich schon nicht wirklich obergut. Die zweidrei Blutfontänen und eine im Ansatz nette Idee machen leider keinen guten Film. Auch keine Obergurke, aber hey, Altersmilde ist da vielleicht ein Grund für.

Diese Website verwendet Cookies. Soweit ich dazu fähig bin, habe ich diese jedoch anonymisiert. Mehr unter https://torts.de/rechts.