Fantasy Filmfest. Tag 8.

Hm. Schon wieder um. Fast.

Raven`s Hollow. Was für Fans gediegener englischer Horroratmosphäre und die, die Poe gelesen und nicht vergessen haben, wobei ich auch dahinsinniere, ob es zu Poe auch Mangas oder Animes gibt und ob normale junge Menschen von heute den überhaupt kennen, was immerhin dazu führen würde, das man die diversen literarische Ostereier, die sich in der fiktiven Jugend Edgars abspielen, findet, von kleinen Freudenregungen im Hirn, hormoninduziert, begleitet, oder ob man, eher einfältig, aber glücklich, ebenfalls, denkt, dass die runden Fenster, die da auch mal daherkommen, einen Verweis auf das Auenland darstellen. Egal. Bisschen dunkel, historisch korrekt unausgeleuchtet, klassisch inszeniert, klangstark, mit jungen Kadetten, auch so ein Wort, die versuchen, herauszufinden, wer da herumverstümmelt und tötet und herumflattert, und die auch reiten, auf Pferden, hoppelgaloppelsschliddergetroppel. Ok, etwas alberne Besprechung hier, höre besser auf. Gediegener UK-Horror mit Literatur drinne, jedenfalls.

Nothing. Man erwartet zwarskeptischaberhey, dänenfilmerfahren, einen Mix aus Bullerbü und Battle Royale, möglicherweise, aber holla die Waldfee, es kommt ganz Pädagogickes um die Ecke gefahren wie ein gutgemeinter epischgewollter lehreriger Mahnfinger, der sich dann eher an einen vergammelten entsorgten fliegenumsäten Dönerspiess erinnert, ja, genau, und zwar die Fliegen aus dem Herrn der, der Geschichte, die auf einem realen Ereignis beruhte, aber mit anderem Ende, was aber nicht in die damals herrschende Pädagogenlandschaft passte, von wegenem Happy End und so, was mich vermuten lässt, dass ebendiese altgewordenen Pädagogikenthusiasten mit dem Blick aufs Geld, weil die Buchvorlage wahrscheinlich zwangsgelesen werde muss und die Verfilmung dann gleich mitreiten darf auf dieser totemürben Blutwurst eines Films, allen 14jährigen aus Dänemark auch gleich aufs Auge gedrückt wird, filmwise, unter der Vermittlung des ethischen Lehrstoffs, dass es wichtig ist, Gott und die Religion und Hamster und grüne Sandalen zu ehren und dass man nicht zu lange auf einem Baum sitzen sollte, und was mit Kunst, die gegebenfalls auch mal verbrannt werden darf, so abgeht, und dass es nichts hilft, wenn die Hauptdarstellerin ok ist, wenn man ein Maumauspiel verfilmen will, so als Lehrer mit geputzter Erkenntnisbrille. Erfrischend jedenfalls, wenn man sich gerne aufregt. Finde ich.

Piggy. Macht dagegen alles richtig. Mobbing, Verschwundene, Serienkiller. Ohne auch nur in die Nähe von Bodysplotation zu geraten, mit traumwandlerischer Sicherheit, bewegt und berührt und unterhält einen dieser spanische Film, mit Fleischerei oder Schlachterei, keine Ahnung, obwohl Nicht- oder Nochnichtveganer, kleinem spanischen Dorf, um eine nicht wirklich Glückliche und jemanden, der sie endlich mal mag.

Emergency Declaration. Emergency Declaration by Molten BrainWirklich aufwändiger Katastrohenfilm um einen Bioterroranschlag auf den Inhalt eines Flugzeuges, der aus einer exzellent aufspielenden Riege von koreanischen Schauspielern besteht, auf der Reise zum Krankenhaus, sozusagen. Spannend trotz vieler schonmaldaer Situationen. Fun, that.

So auch das Resümee. Bisschen kurz, insgesamt, aber man kann etwas schlafen und trotzdem bloggen, was ja ok ist, und man braucht nicht so viel Urlaub, aber ein Teil des ganzen, nein, nicht die Qualität, kommt etwas kurz. Die Pausen, die schon mal aus minus einer Minute bestehen, reichen zwar aus, um drüber nachzugrübeln, was man alles im September machen will, ohne tele 5 zu gucken, und verarbeiteten Kaffee und so loszuwerden, und auch vorm Film noch etwas geräuschlosen Sandwich zu essen, wobei auch dünne Gurkenscheiben nicht absolut unproblematisch sind, aber Gespräche mit Liebgewonnenen, die man seit höchstens 36 Jahren kennt, fallen im Prinzip weg, ausser man leidet an präseniler Bettflucht und ist früh da oder sonst beim Warten auf den Bahn oder Bus, versammelt, was aber nicht passiert, wenn man glücklicherweise nach Hause gefahren wird (Nochmals Riesendank !!!!!!). Also: Ökonomie hin oder her, Fantasyfilmfestpausenunterhaltungen fehlen schon sehr, wenn sie nicht da sind. Und das ist doch auch ein Teil des FFF, oder?

Sonst alles prima! Danke!!

Fantasy Filmfest. Tag 7.

Employee of the Month. Schwarze französische Bürokomödie, die charmant unterhält und bei der das fastwecke Budget gar nicht stört.

Freaks out. Freaks out by Molten Brain Einfach grandios! Total unerwartet, aber hey. Deswegen geht man zum FFF. So gut, was hier an aus Judenverfolgung, Zirkus, Freakshow, Nazipianisten, Kriegsversehrtenwiderstand, laut, leise, Drama, Kömödie, Action und Superhelden ohne jeden Bruch an delToro vorbeizieht... Unbedingt ansehen. Statt hier was zu lesen, was ich jetzt eh nich schreibe.

Watcher. Paar zieht nach Bukarest, wegen seinem Job oder - wie man früher sagte - wegen seines Jobs -, und jemand kuckt ziemlich oft rüber von gegenüber, was bei mir nicht ginge, was ich total okay und beruhigend finde, obwohl, seit Wochen wird das Dach gemacht, es rappelt und klopft, bisher habe ich aber noch nicht das Vergnügen gehabt, zu sehen, dass da einer oder eine, und bei der wäre das ok, stundenlang durch die Oberlichter hier reinguckt, während ich, belebt durch Espresso und Whisky, ohne viel an versuche, meine Eindrücke vom FFF zu verwortwursten, irgendwie, bevor es ein letztes Mal losgeht, also für jetzt, jedenfalls, und ein Serienkiller geht um. Der Mann weiß nicht, ob seine Frau irre wird in der Ostfremde, - hey, kann mal passieren -, und hat da nicht so viel Vertrauen, was schade ist, aber den Film süannender macht, spannend wie schon so ein paar mal in sonen Filmen. Gut gespielt, hält wach.

Hunt. Schüsse klingen wie Schüsse in diesem Politikvondamalsthriller um Wiedervereinigung und/oder Tyrannenbeseitigung. Zwei Polizisten versuchen jeweils ihre Ziele zu verfolgen und kommen sich in die Quere, ein bisschen, und ich bin froh, dass ich damals nicht da in einem Gefängnis war. Spannend, auch wenn man vorher mal Koreageschichte googeln sollte, wenn man nicht weiß, was so los war, damals, da.

Fantasy Filmfest. Tag 6.

The Twin. Mutter verliert ein Kind, das aussieht wie eine Putte. Und die sind für mich das, was Gartenzwerge für Leute sind, die Gartenzwerge in die Luft jagen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben, ja, vermutlich erleben sie eher das, was man im alten Griechenland und auf humanistischen Gymnasien Katharsis nennt und was Zuschauern in einem anderen Film verwehrt blieb, der mal ohne erfrischende blutige Gegenwehr oder Selbstjustiz auskam. Egal. Nicht ganz. Denn das Kind hat unglücklicherweise auch einen Bruder, siehe Titel, und der sieht genauso aus, siehe Titel, und - Äußerlichkeiten hin oder her - das machte es mir nicht einfach, sitzenzubleiben. Dennoch. Eine düsterlangsame Fahrt einer Mutter in die Dunkelheit. Düstere Häuser, stummstille Dörfler ohne Religion, aber dennoch alt, Dunkelknarzen und leere Fotos, und irgendwie braut sich was zusammen.

Huesera. Die Knochen knackten mir nicht genug, aber hey, anderen reichte es durchaus, bei diesem Mexmix aus Unheimlichmärchen und Feminismusschwangerschaft. Frau erwartet sozusagen gespannt ihr Baby, aber diverse Dinge passieren, die ungute Gefühle aufkommen lassen... Der Kontrast aus traditionalheiler Erwartungserfüllungszwangsweltswelt und berlinesker Ungezwungenheit überzeugt. Nice.

Alienoid. Alienoid by Molten Brain Unglaublichunterhaltsamer koreanoverthetopbudgetiger Mittelaltermeetsscifimix ohne Ende, der sich dennoch anfühlt wie 14 Minuten und der ruhig doppelt so lang hätte sein können und der einen deswegen und auch sonst an Parasyte oder The Witch denken lässt. Egal. Mittelalter, Raumschiffe, Schwerter und ein sprechendes Auto. Muss.

The Seed. Stimmige, gut besetzte bloboide Horrunterhaltung mit richtigen Latextentakeln und auch sonst traditioneller Güte. Nichts Neues, aber sorgfältig inszeniert und unterhaltsam. Luxushaus in Wüste. Drei Frauen. Meteoriten. Upsi.


Fantasy Filmfest. Tag 5.

Get Shorty. Nur kurz was dazu. Mag keine Kurzfilme. Aber insgesamt okayer Kreativmix. Nur bei dem mit dem Pferd suchte mich dann doch der Sekundenschlaf heim.

Year of the Shark. Französischcharmante kleinstadtamstrandige Jawsvariante, wo es aber nicht unbedingt um den Hai geht, der hier mal nicht gepixelt daherkommt (Wort, das ich unbedingt mal verwenden wollte, weil es in letzter Zeit ziemlich oft daherkommt). Prima gespielt auch. Charmant eben, und lustig, und ein bisschen spannend auch, gleichzeitig.

After Yang. Arthousefilm, der sich erst langsam in meine Gunst schleichen musste, bis ich ihn wirklich genießen konnte. Dann aber wirklich. Ein Film wie Teeblätter, die in der Glaskanne schweben., um einen sanften KI Robo, der kaputt geht, und über das, woran er sich erinnert, mit Farrell, der die ganze Zeit nachdenklich kuckt, einer Frau und einem Kind, das so anders ist als die aus der UBahn gestern, und noch einer Frau, die aussieht wie eine andere. Mochte ich sehr.

American Carnage. Gute Idee, zu Recht manche politischen Ideen zu kritisierend, viele alte Leute in einer Art Altenheimbootcamp, und Eingewanderte, die die Pflegebedürftigen pflegen sollen, biss sie eingeburgert werden (ja, sorry). Nett, aber zog sich doch etwas. Um mich Herumme genossen den Film mehr als ich.

Ogre. Französischer Film. Neulehrerin mit weckem Exprügelmann und daem Kind mit Hörgerät versuchen, ein neues Zuhause in einem abgelegenen Dorf zu finden, in dem schon mal ein Kind im Wald verschwindet, warum wohl, siehe Titel, und in dem Vögel kein Haus haben, dann aber schon. Elegant verffilmter Monsterimwaldundkindergegenerwachsenehorror, aber eher poetisch auch wieder, und durchaus erfreulich, sogar als letzter Film.

Fantasy Filmfest. Tag 4.

Tempus fugit. Fuggit. Früh aufstehen, aber irgendwie vergeht die Zeit wieder so rasend schnell, dass ich es kaum schaffe, leise, geruchsarme Nahrung zu bereiten, die mir ermöglicht, trotz durchschnittlicher Pausenlänge von 4 Minuten anderen Filme nicht durch Geräusche zu vermiesen, die den Wunsch meiner Verdauungsorgane, mein Gehirn mit Sauerstoff zu beleben, offenkundig d.h. hier hörbar zu machen. Und gebloggt werden will ja auch, denn später ist weniger rechtzeitig.

La Pieta. La Pieta by Molten Brain Spanisches Kunstkino in Rosa und Grau. Stilistisch beharrlich stimmig, reduziert, jedes Bild komponiert aus Wenigem, passend klangbegleitet. Jedenfalls. Mutter, Sohn, Liebe, Stress, Krankheit, Fenster und Korea. Nord-. Dramatisches Kammerspiel, das man allein schon aus ästhetischen Gründen ansehen sollte.

Sick of Myself. Paar kämpft um die Aufmerksamkeit, wobei sie Möglichkeiten nutzt, die er als Künstler mit Bisschendurchbruch nicht benötigt. Wie weit geht man, um im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen? Hier jedenfalls viel weiter. Norwegischer blutignarbige schwarze Beziehungskomödie mit Geltungssucht und Narben. Sehr nett. Also nett wie nett, nicht das mit dem kleinen Bruder.

The Price we pay. Kitamura, aber in den USA, mit ziemlich amerikanischen Schauspielendenkonsortium mit Dorff - eher underplaying als Boysdontcryruhepol - und Hirsch - ehre overacting mit wahnsinnigen hinterbrilligen Rollaugen und Irrenfisselfrisur - und einem ziemlich großen Keller auf dem Lande drinne. Und einer Frau, einem Bruder, und einer Arztfamilie mit moralischem Anspruch. Bisschen nighttilldawnesker Anfang, dann etwas TCM mit ....s Schwester (ENTSPOILERT) und mit einer Prise Nachdenkstoff. Eher Grindhousefun als Philosophielehrstück. Macht Spass, aber auf eine althergebrachte Art sozusagen.

Speak no Evil. Speak no evil by Molten Brain Ehrliche Danachpausenempörung Einiger wegen eines angeblichen vorfilmigen Regisseurgrußwortspoilers. Sah ich nicht so. Allerdings schon vorhersehbar, irgendwie, wobei ich hier nicht sage, dass es einen Plottwist gab, den ich ebenso erwartete. Jedenfalls. Paare mit Kindern. Toskanaurlaub. Der mich zumindest nicht antriggerte, da auch hin zu wollen, denn die sahen alle aus wie die Gruppe junger - ok, relativ - cooler weißweinpappbecherfröhnender Frauen, von denen eine beiläufiglaut sickofmyselfig erkennen ließ, dass irgendwer wohl was mit einem Bergdoktor - wahrscheinlich ein Gletscherheiler - zu tun habe und man, auf dem Weg zu Brandenburger Tor und Reichstag, keinen Tourischeiß mache und Männer mit Retriever und blonden Prenzlauerberghaarkindern wie aus einer Schwaigerkömödie - die Anführungszeichen bitte mitdenken -, inklusive Witzequalität, die meine Sbahnfahrt zu einer interessanten - Anführungszeichen aaO - Vorspeise machten, und ich hoffe, dass das hier noch ein Satz ist. Jedenfalls. Das eine Paar, aus Dänemark, besucht das andere in Holland. Ist irgendwo bei Belgien, glaub ich. Jedenfalls. Vorhersehbar, aber jede Minute spannend. Verstörend eher nicht, aber das kommt vermutlich aufs werte Publikum an. Wenn man Bergdoktoren guckt, sonst, wohl eher ja. Und ja, im echten Leben verhalten sich manche Leute auch so. Wie im Film. Mit Ausziehen. Insoweit durchaus einsichtiger Thriller.

Deadstream. Ich lese vorher nie das Programmheft. Warum auch. Deswegen erstmal Befürchtungen. Foundfootagewegen. Geisterhaus. Aber tatsächlich. Ein Influencer. (Ja, noch einer). Aber hey. Man lernt was, grinst oder lacht, je nach Veranlagung, gruselt sich und freut sich, dass das Budget gegen Ende noch besser genutzt wird. Sehr gut, auch als nächtlicher Rausschmeisser. Fun, that.

Fantasy Filmfest. Tag 3.

Family Dinner. Mit meiner Vorabeinschätzung - Österreich, nicht Deutschland - übereinstimmte dann auch das, was zu sehen war, insoweit, dass nicht nur Technik, sondern auch Dialoge und Schauspielende - die hier nicht als Oldsplotaion- oder Greisplotationware - problematischer Ausdruck, nicht gegendert, und Frauen werden älter als Männer, außerdem - als Deko im Hintergrund verwurstet werden. Mit der Hauptdarstellerin muss man klarkommen, aber hey, ich wünsche mir ja immer normale Gesichter und nicht die aus der Möbelfachgeschäftwerbung, die Mutter ist allerdings wirklich gut, da würde ich auch gerne kochen lernen. Jedenfalls. Nicht spektakulär, aber ordentlich, das Stück um eine Abnehmenwollende und eine kreative Köchin mit Familie.

Medusa Deluxe. Medusa Deluxe by Molten Brain Grandiosgroße Kopfbehaarungskunstwerke und Haarkünsterinnen mit Persönlichkeit bei einem thematisch einschlägigen Wettbewerb wollen, verfolgt und umhegt und -schmeichelt von einer birdmanesken scheinschnittlosen Kamera, herausfinden, ob appe Haare was mit wecken Haaren zu tun haben. Bunt und real und so gut.

Something in the Dirt. Zwei dannirgendwanne Freunde, die sich gerne ansehen, also sich, nicht den anderen, gefühlt zumindest, ein wegen der Tattoos Tanktoppiger mit freedrickshainer Partyfrisur und ein Nerdbart mit Brille haben die Idee, einen Film zu machen, weil ein Aschenbecher herumfliegt und Material für esoterische Geheimbundtheorien im Netz abgreifbar sind, und reden und reden und reden, was vielleicht interessant ist, wenn man mit denen befreundet ist oder gerne in Gesprächsrunden sitzt, die leichte Drogen genommen haben, und nur zuhört, weil man das, was man zu sagen hat, nicht so toll findet wie die Beiden das finden, was sie sich wie kleine unermüdliche Duracellhasen erzählen, während in einem Raum zumeist, der dann die wenn auch eingeschränkt tollen aber immerhin netten kleinen Wanderungen durch die Silver City doch vermissen lässt, und irgendwie musste ich an auch an Tom Hanks denken, der in diesem Illuminatenkracher (Sarkasmus) auch immer irgendwo hinzeigte und hinlief wie eine tourismusbesessene Lola. Ende erster Satz. Da flog aber kein RGBlightaschenbecher rum.

Megalomaniac. Nach SitD durchaus ein Wohlfühlfilm, der sich nahtlos in die Filme einreiht, die Belgien zum Thema haben, einen Ort, bei dem das Grauen nicht durch die Freude an guten Pommes aufgewogen werden kann. Eine Schwester arbeitet als Reinigungskraft in einer Fabrik, die sich dadurch auszeichnet, dass ein geschütztes Kuschelambiente eben gerade nicht die Atmosphäre beschreibt, und draußen werden Frauen umgebracht. Der Bruder, eine Mischung aus Loki und Gollum, hilft seiner Schwester, wie er es kann, im großen verlassenen Anwesen, wo die Sozialarbeiterin mal auftaucht und andere Gäste auch mal länger bleiben. Böser dunkler Horror mit viel Belgien und Sound drinne.

The Roundup. Actionkurzweilkoreaner mit fiesen Entführern, tollen Bildern aus Ho-Chii-Minh-Stadt, Messerundmachetengehäcksel- und -stichel, Autoverfolgungsjagden und Söldnern und Martial Arts von hauptdarstellerischer Budspencerigkeit. Ein guter Abschluss.

Fantasy Filmfest. Tag 2.

Nach nächtlicher Traditionscurrywurst - und wieder quasi nach Hause gebracht durch meine Fantasyfilmfestlieblingsbegleitung - und einer gewissen Unruhe, die sich meiner bemächtigte, als ich als nunmehr Halbwacher, belebt durch einen doppelten Espresso, bei dem ich wieder überlegte, ob der so wohl schmecken soll, und durch Flaminglipsacidberieselung, die Bereitschaft eines Updates erkannte, sich installieren zu wollen - nun erstmal ein paar wiederunausgegorene Gedanken zum Gesehenen. Und so. Vielleicht. Also sicher, das vioelleicht bezog sich nur auf das, was ich möglicherweise schreiben werde, weil meine Gedanken mich an Plätze führen, zu denen ich noch nicht einmal das Schild gesehen habe.

Next Exit. Next Exit by Molten Brain Traditionell ist der erste Nachmittagsfilm immer einer, bei dem man sich vorher mit Koffein oder Taurin zudröhnt, um nicht immer wieder verwirrt aus Sekundenschläfen aufzuwachen. So auch hier. Aber hey. Nach dreissig Jahren denkt man auch schon mal an Kaffeemitnehmen. Jedenfalls. Angekündigt als Gesiterfilm, war es dann doch eher ein Film mit bisschen Gesitern, aber sozusagen in homöopatischer Dosis. Zwei Suizidwillige - das Selbstmörder aus dem Programmheft trifft die Sache nicht so, wenn welche sich nicht mit Splitter- oder Atombomben oder so verableben wollen -, sie etwas kantigsperrigunzugänglich erst, also so drei Viertel des Films, er wuschelköpfig bebartet und eher nett, fahren wohin, um ins nächste Leben zu wechseln, was in der filmischen Realität einfacher ist, nachdem dort Erkenntnisse vorliegen, dass es sowas gibt, was man aus dem Munde einer jungen Wissenschaftlerin hört, der ich kein Wort glauben würde, aber hey, es ist irgendwie im infochanneligen linearen Fernsehen, womit wir wieder beim Alter sind. Und das Wort Selbstmörder als noch unpassender erscheinen lassen. Jedenfalls. Was passiert? Roadmovie, Dialoge, die irgendwann auch die Vergangenheiten unangestrengt aufarbeiten und ab und an sporadisch aufbltzen und glänzen und den Film hinterher als gerne gesehen erscheinen lassen. Aber Kaffee nicht vergessen.

Swallowed. Dass man, auch wenn man nicht homophob ist, sich vielleicht eher ein bisschen emotional distanziert fühlt bei diesem Film, der, wenn die beiden männlichen Hauptpersonen Frauen wären, ein eher sexplotationistisches grindhousebmovieges guilty pleasure wäre, das stellenweise ziemlich weit geht, liegt nach der Ansicht eines langjährigen Filmfreundes, mit dem ich gelegentlich aber viel zu wenig rede, daran, dass die Medien auf die herkömmlichen Beziehungsarten zugeschnitten sind, also herkömmlich im west- und ostdeutschen, nicht berliner Sinne, und das es letztendlich eine Sehundauchsonstgewöhnungssache ist. Jedenfalls. Zwei Freunde haben Probleme bei ihrem Eimalundabschiedsjob, auf dem Weg nach LA, wo der eine schwuler Star werden will. Die im Magen transportierten Güter entwickeln sozusagen ein Eigenleben, und es gibt eine bedrohliche Aufseherein mit Knarre, und einen alten Knittermann, der das eine und das andere will. Ziemlich gut, wirklich.

Old People. Deutscher Filmversuch, das hiesige Genrekino mit Netflixmitteln zu beleben. Insoweit erfolgreich, als das Kino mit vielen Crewmitgliedern belebt wurde, auch mit zwei alten, und dass es löblich ist, zu versuchen, Genrefilme zu machen. Kamera- und sound- und schnitttechnisch durchaus ok, obwohl weniger Stilmittelausgereize und Heywasichallesgelernthabitus nicht immer besser ist. Kamerawackeln ist für mich immer ein Abtörner, auch wenn so eigentlich mehr Action suggeriert werden soll. Abgetörnt wurde ich außerdem durch die einer Waschmittelwerbung entsprungenen Hauptdarstellerfamile, die so redete, wie ich es auch sonst aus deutschen Filme kenne, nicht aber aus dem realen Leben, und die ein prenzlauerberglookiges Kind mit Vollfrisur - ja, nur ein Vorurteil, wohl, - mit sich führen. Die Verwendung von Wörtern wie "Klabautermann" und "Familienlied" etwa liess mich insbesondere innerlich totalverkrampfen und verödete unwiederbringlich einen nicht unerheblichen Prozentsatz meines Glaubens daran, das es vielleicht doch mal einen guten Film von hier geben würde. Dennoch. Viele unheimliche alte Menschen belebten sozusagen im totalen Kontrast zur Heileoderauchnichtheileweltfamile die Leinwand und konnten selbst bewegungslos überzeugen, würden aber auch agilerweise eine gute Figur in zacsnyderesken Zombiefilmen machen. Durchaus beeindruckend. Und extrem nachvollziehbar bei dem Versuch, den Wunsch zu verwirklichen, die Vorzeigefamile endlich zum Schweigen zu bringen Die Locations waren eher nach Lostplacesflair als nach logischen Gesichtspunkten ausgesucht, oder sollten als rhetorisch überhöht ausgestreckter Mahnfinger auf das Problem - zumindest wenn so ein zweitausendjahrealtes Fimoding im Wald steht - oder die Tatsache aufmerksam zu machen, dass es mehr und mehr alte Leute gibt, um die man sich kümmern sollte, was mich wieder an die Beiden erinnerte, die sich einen Tag vorher am Geländer hochziehen mussten. Also hey. Prima gut anzusehende Ansätze! Sozusagen.

Sissy. Sissy by Molten Brain Bester Film des Tages, unterhaltsam, kurzweilig, gut gespielt und intelligent. Sympathische Influencerin ist vielleicht nicht normal, aber handelt nachvollziehbar, als sie, obwohl sie die Haare vom Kind aus dem letzten Film hat, darum kämpft, ihre Kindheitstraumata auf einer Wochenendparty zu bewältigen.



Fantasy Filmfest. Tag 1.

Toller Urlaubsbeginn. Erstmal zu früh aufgestanden, weil das Büro rief. War aber wichtig, also ok. Trotzdem. Schlimmer aus Zufrühaufstehenmüssen für Arbeit ist Zufrühaufstehenmüssen für Arbeit am ersten Urlaubstag. Egal. Danach endlich den ersten Urlaubsflatwhite. Nice, sozusagen. Dann fing es an zu regnen und ich bin, bevor ich durchnässt zu Hause ankam, auch noch übelgelaunt angemacht worden, was gottseidank nicht immer schmerzt, hier aber schon. Whatever. Dafür redete die Kassierin, die es noch gab, beim Einkauf über diese Herrderringeserie, und ich erinnerte mich, dass ich nochmal zu dem neuen Edeka muss mit den intelligenten Einkaufswagen, die das alles erledigen mit Bezahlen und so, vielleicht, aber nicht deswegen, sondern weil es da eine nette Kassierin, eine andere, die mich immer mit Namen anredet, zumindest solange die Einkaufswagen, die unerwarteterweise erst im Oktober, vielleicht, kommen, und dann irgendwann die Kassierenden äääh von Ihrer Arbeit entlasten und dem Facharbeiterpotential zuführen. Egal. Zum Filmfest.

Endlich mal pünktlich aufgetaucht. Ich musste aber immer noch meinen Namen nennen, um die Dauerkarte zu bekommen. Ein paar alte Gesichter gesehen, auch junge, obwohl, als ich über das Älterwerden sinnierte, sich tatsächlich zwei regelrecht am Geländer hochziehen mussten, die Stufen zum Kino erklimmend.

Das Älterwerden fiel mir auch ein, als eine neue Zusammenarbeit mit dem Goetheinstitut erwähnt wurde. Immerhin keine Beerdingunsinstitu- und Inkontinenzwerbung, sondern nur die jahre- also auchalte immerwiedere immerermüdendere Energydrinkwerbung.

Aber hey.

Don't worry darling. Dont worry darling by Molten BrainBunte Farben, wenn auch lange nicht so bunt wie die im von mir als diesbezügliche Referenz erinnerliche Farborgie Speed Racer. Rot! Blau!! Weiß!!! Usw!!!!. Aber immerhin. Ziemlich Bunt, stepfordwifeisch, mit Cocktails, Autos, Frisuren etc.. Dieses Dorf mit diesen Kindern fällt einem auch ein. Schön anzusehen, halbwegs verstehbar, und hinterher kann man über Glüc nachdenken, männliches, weibliches und überhaupt. Nicht knallig, aber gut gespielte, gut ausgestattete, äh bunte Ertstauge- und dann Hirnkost.

Moloch. Sich eher schwedisch anfühlender niederländischer Film mit Wald, Moor und einer Frau, deren Familie vom Pech verfolgt wird. Bisschen fette Unheimlichgrummeltonspur, aber richtige, auch richtige alte Schauspielende. Ok.

Affe mit Uhr

Eigentlich wollte ich ja was zu zwei Filmen schreiben. Der andere war Godzilla (2014), den ich endlich mal gesehen habe und den ich mochte, weil die Monster, die nicht Godzilla sind, so garethadwardsig unheimeln und an seinen ersten großen Erfolg erinnern. Liegt vielleicht auch ab Subwoover, über den sich alle Nachbarn freuen, die ich nicht habe, aber hey. Der Hauptdarsteller ist allerdings so ausdrucksvoll wie mein toter Kaktus. Godzilla ist ok, aber normal und nicht erwähnenswert. Und dafür lohnt es sich dann doch nicht, was zu schreiben, meine ich. Ist ja auch kein japanischer Film mit wem drinne in dem Latexkostüm, jemandem, der nocht lebt.. Also zum anderen Film, der mit einem Schimpansen im Keller beginnt. Der bekommt Pflanzenextrakt verpasst, von so Gummigipsdingern, die zwei Meter groß sind und aussehen wie riesige phallische Auberginen mit Zunge, gesehen durch die Augen einer schwer berauschten Person, und wie der pflanzliche Hauptdarsteller aus dem Little Shop of Horrors, und zwar der alten Variante, in der Jack Nicholson zum Zahnarzt geht, was ich wohl auch mal wieder tun sollte, so meine angenommene - Böswillige würden sagen ausgedachte - Sicht eines Zahnarztes, zu dem ich nicht gehe, und der Professor aus dem Keller hat tatsächlich so etwas wie die kleine billige Version von der Frisur von Frankensteins Braut. Ich verrate nicht, was passiert, aber ein hypnotisierter Gorilla verbreitet auch noch Schrecken, und am Ende geht ein verwirrter Riesenaffe durch Häuser, die kleiner sind, und ist ziemlich friedlich. Konga by Molten Brain Der Endkampf, dessen Ausgang ich selbstverständlich nicht spoilere, ist die Budgetvariante zu King Kong. Nicht das Empire State Buliding, sondern der Big Ben. kein Klettern und Luftfahrzeuge platten, sondern eher so mein Verhalten, wenn ich angegriffen werde, was gelegentlich passiert im Real Life. Bigbennig, sozusagen. Jedenfalls ein toller Endkampf, budgetmäßig sowieso, das Affenkostüm war ausgeliehen, ohne Schauspieler sogar, gute musikalische Orchesteruntermalung insgesamt, aber wie es passieren konnte, dass das Affenkostüm am Ende wohl nicht mehr so gut aussah, kann ich nicht erklären. Wie man sieht, mehr zu schreiben als zu Godzilla (2014), und dabei belassen wir es dann mal für heute bei dieser Affenhitze. Konga.

Mood swings...

Wenn man dann doch irgendwann vom Serienstreamen die Nase voll hat. Und eine schon sooft fastgesehene Scheibe reinschiebt. Und das dann so ziemlich die beste Filmerfahrung seit Monaten ist. Ich lache nie beim Filmgucken. Hier aber doch ein paarmal. Obwohl das eher eine trockene Komödie ist, über ein paar Schülerinnen (ja, Japan.....), die eine Big Band gründen und an einem Wettbewerb teilnehmen wollen. Klingt sooftgehört, riecht sooftgesehen. Aber hey. Mit Wildschwein, Ratte, Zügen etc.. Nie langweilig. Nett (im guten Sinne) gespielt , so und so, und kurztrocken geschnitten mit kostbaren Kleinigkeitmomenten. BigBandJazz auf die Ohren. So unerwarted satsfying. Swing Girls by Molten Brain Gerade wenn man echt schlechte Laune hat, weil man mitverfolgen darf, wie schwierig es ist, ein Konto zu eröffnen, wenn man von eher weit weg ist. Und zB Auszubildende. Mit wenig Deutschkenntnissen. Hervorgetan hat sich hier zuletzt die dkb, wo ich dann beim zweiten miterlebten Vorfall dieser Art mal nachfragte, woran es denn hakte. Kann ja sein, mal. Algorithmus und so. Vertragsfreiheit. Aber hey. Nichtmal die Auskunft bekommt man, Vollmacht hin oder her, lediglich den Hinweis, dass es auch nichts bringt, schriftlich nachzufragen. Das hinterlässt dann doch einen ekligen Geschmack zwischen den Ohren und ist - für mich - nicht blutdruckgesund. Gibt ja vielleicht auch Gründe, die nichts mit Diskriminierung zu tun haben. Aber hey, irgendwann philosophiert man man in drei Buchstaben. AGG, dkb, AfD. Wenn das ein falscher Eindruck sein sollte, stinkt das Marketing. Oder irgendwelche Prozesse. Oder die Herzlosigkeit, die sich passenderweise (ok, ist schon Sarkasmus) auch einen Verweis auf Basiskonten verkneift. Wohl nie mitgekriegt, wie das ist, ohne Deutsch und alleine eine Onlineverifizierung hinzukriegen, ohne dass man Deutsch kann, zB. Friggin dranged Froggers. Immerhin gewonnen beim Schlechteneindruckmachenwettbewerb, bei dem man auch ungut riechen muss. Gottseidank gibt es andere Banken, und Filme, die einen wieder etwas glücklicher machen. Auch von woanders. Hey. Wie bei den Leuten, die in der Bahn anderen ihren Platz anbieten. Die haben sicher auch kein Konto bei der dkb gekriegt. Swing Girls.

Waliges und Virtuelles und Singen

Tja. Summer Wars war toll, und auch The girl who leapt through time. Immerhin, das Protagonistenmädel - klar, Schülerin, klar Uniform, wie immer, ist also wohl kein Fetisch - und eine Virtuelle Welt, beides drinne. Und - einmal etwas tooo much, 110 Prozent sozusagen, oder eher 120, Die Schöne und das Biest. Und irgendwie Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Und Singen. Packte mich aber nicht so wie die teenierezensentinnischen Fangirls im Netz. Und der Wal mit den Speakern erinnerte mich eher an die Gattung der Billigbodymutationsfilme aus Japan, vor zehn oder zwanzig Jahren. Aber hey. Es gibt ein paar wunderschöne ruhigeranimierte Szenen, stark wie früher, die ich wirklich mochte, zeichentechnisch grandios. Und die Botschaft, dass ein Aufenthalt im Netz auch mal ok sein kann. Kucken die Eltern aber eh nicht, die das sollten. Egal. Ok, insgesamt.Belle by Molten Brain Belle. Anime, Japan, btw.

Mach mir den Luke. Aber doppelt. Und schneller. Und echter.

Tja. Gutes gehört. Hier und da. Dieser Sektenkram ist mir auch egal. Gibt ja Love Exposure. Und damals. Teil 1. War schon irgendwie professionelle Unterhaltung. Also. Hey. Die zwei Stunden fühlten sich okkurz an. Ist ja Kino. Laut davorer Werbung besser in Lang. Als auf Handy. In Sekunden. Stimmt. Aber. Nur wenns besser ist. Hier noch ok. Rumfliegen. Schnell. Boah ey. Leider kommt die Gravitation nicht rüber. Trotz Vorspann mit Tom Cruise. Keine Rausaugen und Zitterbacken. Also fail in neudeutsch, wenns so war. Kein Googlebock, um zu checken, ob das Frühstück drinne blieb. Egal. Weil heute. Gab einzwei Momente okayer Art. Egal. Jedenfalls. Cruise recycelt Cruise, und sogar den Gere, mit weißer Uniform. Und dann Luke, und zwar doppelt. Danach wirds kindisch. Bisschen. Aber hey. Produktion stimmt. Wie früher. Gibs Ihnen. Und den Popcornern neben mir. Rumfliegen. MilTech. Mir fällt Hofreiter ein. Also ministriabel, der. Fährt der auch eine alte Kawasaki, ohnehelmig? Egal. Aber. Cruise sieht leider ab und zu aus wie Bohlen. Mit Michaeldouglasfalten. Time flies. Und Frauen nebenrollen. Wieheißtdieaustransformers aber in alt. Aber die Tochter tochtert in Cool. Und kurz. Handyaufmerksamkeitsspannentauglich. Ist eben ein Film für Erstfilmkennergenerationen. Und Cruisemöger. Und Scientologisten. Aber hey. Kommt nicht auf den Film an. Sondern wie man damit umgeht.. Top Gun Maverick by Molten Brain Top Gun: Maverick.

Samuraifilm!

Schülerin. Will einen Samuraifilm im Filmclub der Schule drehen und keine romantische Komödie. Oder so. Die gerade auch gedreht wird. Von den anderen. Selten so viel Liebe und Verehrung zu und von den alten Klassikern, zum Kino gesehen. In einem Film. Zatoichi, Sanjuro, Mifune. So viele Details. Gesten und Posen. Unaufwändig gedreht, prima gespielt, und ok, einen Jungen gibt es auch, und eine düstere Zukunft, sozusagen. Uuuunbedingt Its a Summer Film by Molten Brainansehen. It!s a Summer Film! Natürlich aus Japan.

Strange vs. the evil Dead

Einerseits. Marvellig, Mit bisschen viel optischen Digitaldurcheinanderkeiten. Aber immerhin tauchen in der arbeitssichernden Rechneropulenz Gern- oder Schonmalgesehene auf. Auch wenn die Hauptdarstellerin nicht so zieht. Und einem die Monster eher leidtun.Immerhin beruhigend, dass man vielleicht doch nur einmal da ist. Auch wenn damit die Illusion eines Anderichs mit dem Kaffee ans Bett und so wohl eine Utopie bleiben wird. Aber hey. Selber machen, selber trinken. Hier. Jetzt. Oder besser morgen früh. Oder etwas später, weil ich ja hier gerade etwas tastenstammeln tue, statt tagzuträumen, solange ich noch wach bin, obwohl es nachts ist, weil ich mir abgewöhnt habe, zu träumen, wenn ich schlafe, oder mich daran zu erinnern, zumindest, was ja schon sehr entlastend ist, irgendwie. Immerhin. Andererseits. Raimi! Mit ein paar sehr netten Hommagen an sein Frühwerk. Das Buch, die Rahmenhandlung mit dem Kann mit dem Kinn, wenn auch ohne Kettensäge. Aber dieses Raimige blitzt immer wieder auf und macht den manchmal sehr popcornigen Film zu einem besseren. Nicht viel besser. Aber hey. Voll ok, das. Dr. Strange and the Multiverse of Madness by Molten Brain Dr. Strange in the Multiverse of Madnes

Yes, Madam

In einem anderen aber parallelen Universum (von den nichtparallelen gar nicht zu reden, da geht noch mehr) würde ich morgens wahrscheinlich ausschlafen, und meine Liebste würde mir den Kaffee ans Bett bringen, oder, wahrscheinlich eher ich ihr, und Croissants mi Butter aber ohne Kalorien, und ich würde jeden Tag bloggen, mit Molten, klar, und würde mir Mühe geben mit Fotografieren, mit richtiger Beleuchtung, richtigen Objektiven, mit indirekter Belichtung - farbig, natürlich wie im guten alten Hongkongkino, und danach wäre Üben mit irgendwelchen Instrumenten dran. Wenn ich ehrlich bin, würde mir aber ausschlafen reichen. Egal. Den Blogger zapfe ich mal an, energiewise, und denke bei diesem Wort an die Passage zu Denglish aus dem Buch einer Freundin, WTF Berlin, nicht ihr Name, sondern der Buchtitel, der Name ist Jacinta Nandi, und daran, dass auch ich automatisch versuche Englisch zu reden, wenn sich jemand so anhört oder so aussieht, und dass ich das ändern möchte, aus den in dem Buch beschriebenen Gründen, die ich doch bitte dort selbst nachzulesen.. Mal in einem anderen Teil des Multiversums nachschauen, ob irgendein Ich das irgendwo hinkriegt. In diesem Universum konnte ich nicht ausschlafen, ging aber abends tatsächlich ins Kino, in sehr angenehmer durstiger dann hungriger Begleitung, die mir in einem anderen Universum den Kaffee ans Bett bringen wird, morgen, oder, wahrscheinlich eher ich ihr, und sah einen mehr als zwei Stunden langen Film über eine Frau mit einem Waschsalon, die eine Steuererklärung macht... Everything Everywhere All at Once... was jedem anderen Ich - hier wäre der Begriff Anderich angemessener - in jedem anderen Universum ein genausogroßes Vergnügen bereiten würde, beim Sichdannerinnern, also an den Film nicht an die Steuererklärung, wenns das da nicht gibt oder noch nicht oder der Film schon nicht mehr läuft. Mehr will ich aber gar nicht verraten, zum Film, außer dass Michelle Yeoh die Hauptrolle spielt und sich dabei nochmals übertrifft. Sonst auch alles prima, Ehemann und Tochter und Finanzbeamtin undundund.... Exzellent bebildert, kurzweilig, und sogarnene kurze sich an niedere Instinkte anbiedernde Gewaltexzesse verkürzen die gefühlte Laufzeit. Ideen- und einfallsreich und klug obendrein. Mustsee. Hier oder in einem anderen Universum. Everything Everywhere All at Once.

PS Den Titel dieses Beitrags habe ich nach einem Lazy Kick (3fachespresso aus 100prozentigem Robusta mit daer Milch aufgegossen, bis das Glas voll ist, so 0,3 l) geändert hin zum Titel des ersten Yeohfilms, den ich gesehen hatte, früher, damals...., wegen der durch das Koffein in die Gegenwart explodierten Erinnerungsvermögens...

Fantasy Filmfest Nights. 4.

The Rescue. Ein bisschen wie 10 Folgen Thunderbirds als chinesische RL Verfilmung. Auf Steroiden. Alle bisher gesehenen Helden sind armselige Wichte dagegen. Küstenwache eben. Feuer, Explosionen, schmelzende Schuhe und ziemlich realistisch, was die Details angeht.

You are not my Mother. Mutter oder nicht. Eher ein Psychogramm. Tochter mit Mutter mit Problemen. Aber die Omma befürchtet mehr als das. Toll gespielt, mit irischen Horrormärchen im Gepäck zwischen den Ohren der geneigten Zuschauer. Klassischungutes Irgendwasstimmtnichtgefühl als intelligenter Film.

Incredibly but true. Naaajaaa. Dupieux eben. Unterhaltsam, aber warum das so ist, ist schwer zu erklären. Viel trockener Humor und ein Zeittunnel. Aber auch beim FFF hat man das Gefühl, hinterher, gerade nach so einem Film, dass die Zeit weg ist, man sich aber jünger fühlt. Jedenfalls ein weiterer Film, den ich mir nie ansehen würde, normalerweise, der mir aber fehlen würde, wenn es das FFF nicht gäbe. Film mit typischer Dupieuxmusik übrigens.

Hatching. Noch ein merkwürdiger Film. Finnisch. Wieder Mutter, diesmal eine seelenlose Heileweltvloggerin, und Tochter, diesmal eine getriebene dünnteenagerige Mussgewinnensportlerin, die Mutters Erwartungen gerecht zu werden versucht. Die Restfamilie ist eher uninteressant, aber auch da. Dazu kommt ein Ei, und ein feiner Oldschoolatexjob erfreut die Augen.Tolle Hauptdarstellerin. Äh -rinnen. Cleane Optik. Aber hey, ich mag das etwas Artifizielle ganz gerne. Voll ok.

Fresh. Eher konventioneller Nächteabschlussfilm. Mit Frauen im Mittelpunkt, was ja diese Nächte schon an und ab passierte. Der seeeehr viel Spaß macht. Es geht los mit einem onlinegedateten ohneinstagrammen Typen, der seine neue Freundin in sein Häuschen mitnimmt, um sich nicht nur mit den Augen an ihr zu erfreuen. Naja, und dann tauchen andere Freundinnen auf. Jedenfalls. Tolle Kamera, tolle Darsteller, prima Tempo, geile Mucke. Nicht undrastisch. Popcornkino, aber in Gut, und bitte ohne Popcorn.

Tja. Bisschen gebraucht, ich, dafür. Coronamüde oder beziehungsgeschwächt. Aber hey. Bildchen kommen noch. Vielleicht.
War wieder toll.
Danke ans Team. Und an meine liebe Begleitung, die so manche Heimfahrt verkürzte
.

Fantasy Filmfest Nights. 3.


Luzifer. Die Berge, wieder, und statt Hexe eine tätowierte trockene Mutter mit ihrem etwas zurückgebliebenen Sohn und diversen Vögeln. Und mit Landvermessernmit Hooliganaura, brummignervigenen Drohnen, Löchern in Bergen. Malwiedernes aus dem Religionmachtwasimgebirgegenre, mit theaterreifem Schauspiel. Sehenswert, hörenswert, aber auch ein bisschen anstrengend.

Zalava. Dämonen im Dorf! Oder? Brandenburg? Nein, irgendwo im Iran.. Spielt aber nicht die Rolle. Polizist will aufklären und Ärztin ist verliebt. Alle anderen sind ungebildet oder - wie sagt man - traditionellen Vorstellungen verbunden, was, wie man weiß, nicht immer gut endet... Immerhin ein Argument für Bildung: je mehr, desto besser sieht man auch aus! Motivierend insbesondere für Coronaleugner etc. Ansonsten faszinierend, wie das Lesen eines orientalischen Märchens sich ja auch unterscheidet.

She will. Malcom McDowell ist auch dabei, aber auch hier stehen zwei Frauen im Vordergrund. Schauspielerin und Pflegerin. Irgendwann passieren unheimliche Dinge, und es wird ums Feuer getanzt. Drama und Übernatürliches und Schauspielerinnenkino. Voll ok.

Some like it rare. Munteres Filmhäppchen, das sehr viel Spass macht. Der deutsche Verleihtitel spoilert etwas. Aber Iranischer Schinken wäre vielleicht auch nicht ok. Jedenfalls. Fleischer (oder Metzger?) braucht ein neues Geschäftsmodell. Vegan schmeckt eben besser. Sehr nett (also nett als echt sehenswert!).

The Cellar. Alte Story, viel gesehen, aber hey, gruselig und Elish Cuthbert spielt mit, ein Name, der auch zum letzten Film gepasst hätte. Leute verschwinden, und die Kellertreppe ist irgendwie lang. 10, 11, 12, 13, 14.... Zum Wachbleiben. Das Gegenteil zum Schäfchenzählen...

Fantasy Filmfest Nights. 2.

No looking back. Sollte man russische Filme boykottieren? Wenn der Regisseur halber Ukrainer ist? Ist Boykott wie Bücher verbrennen? Oder gut weil Wladimier "the bucha" Putin dagegen ist? Whatever. Bereue das Gesehenhaben dieser Drastimödie nicht. Jedenfalls. Frauenfilm, mit Tochter, Mutter, Omma. Und, ok, Mann, dem Ex. Mutter kommt aus Knast, ihre Mutter will die Enkelin vor ihr schützen. Oder so. Kleine feine Besetzung, insbesondere die wirklich allein schon sehenswerte Tochter, und hey, Kinder im Film können nerven, aber die Tochter ist dazu die brilliante Gegenthese... ruschische faustindenbauchene Drastik, Blut und eine soandere Story gewährleisten exzellente Unterhaltung. Unbedingt ansehen. Jetzt oder nach dem Krieg.

Barbarians. Was man sonst auch so kennt, von Dinner Parties, oder so. Zwei Paare treffen sich, und dann konflikted es, zwischen und untereinander, denn, ehrlich, mindestens einer von zweien will nicht unbedingt auf Dorf ziehen, auch nicht in ein schönes Haus, das im Film angemessen bebildert wird, wie der Rest auch, und aber hey, das Ganze wird dann noch getoppt... Ein zweites Genre wird aufgefahren, um etwas Blut und Geschwindigkeit zu ergänzen. Ok, aber kein Reißer.

Inexorable. Hab ihn nicht erkannt, aber tatsächlich, der Hauptdarsteller ist der Mannbeißthundtyp! Habe den Film mal Arbeitskollegen gezeigt, als Komödie angepriesen, und zu meiner Rettung wurde Mann beißt Hund, den dann doch nicht alle durchhielten, eine Woche später im Kino gezeigt, in einer Reihe über Lieblingsfilme von Theaterregisseuren oder so, damals, in Magdeburg.... Egal. Jetze älter, zauselbartundhaarig, als berühmter Schriftsteller, der samt Familie und Haustier von einer jungen Dame, in die ich mich sofort verliebt hätte, wenn ich jünger wäre und Schauspieler in dem Film, wohl, heimgesucht wird, sozusagen... Psychorätselig, aber mit Auflösung, und sonst trotz Belgien sehr französisch-elegant.

Dark Glasses. Nach ein paar Minuten wusste ich: Das ist kein guter Film. Dieses auf dem Balkonundaufderwieserumgstehe! Dann die Hauptdarstellerin, die wie eine etwas fertige Sexworkerin aussah, was aber passte. Hey. Argento eben. Wird wohl nix mehr. Einerseits. Andererseits hier zwar schlecht, mies geschnitten, aber hey, so schlecht, das es schon wieder gut ist! Mit Wald, Hund, Blut und Kämpfen mit Wasserschlangen, Dialogen zum Abwinken... Insgesamt unterhaltsam, mit Gialloretrocharme und wirklich gutem Elektrovondunnemalsscore. Lohnte sich dann doch.

Special Delivery. Frau kann fahren und einparken! Wie Transporter, nur Park Dae-Min statt Statham und einem kleinen Jungen statt Frau und mit Autos, die noch mehr nach Auto klingen, und mehr Blut und Härte. Nices Actionspektakel. Stylish, auch, und schnell. Lohnt. Sehr.



Fantasy Filmfest Nights. 1.

Mal wieder Kino. No risk no fun. Außerdem ist es nett, ein paar Freunde wiederzusehen. Das Wort Freunde werde ich auch zukünftig verwenden, auch wenn auch Freundinnen gemeint sein sollten, wenn ich gerade wenig Zeit habe und mich nicht weiter mit der Frage beschäftigen will, welche envogue oder geschlechtsneutral- bzw. umfassende Formulierung gerade gewünscht wird. Egal. Erstmal hin zum Kino, mit bvgnen Hindernissen, aber hey, bewältigbar. Nicht dabei wieder die Vermissten, die Aufträge haben, in Rom sind und sowieso nicht gekommen wären, Katzen sammeln oder alt geworden sind, von innen zumindest.

X. Retroig charmant. Mit ein paar mittelalten Menschen, die auch ebensolche spielen, keine 30jährigen Teenager also. Mit einem alten Paar, dass so aussieht wie der Opa in einem der TCM-Sequels, also nicht wie die im Laden und in der Ubahn, außer manchmal, so nachts, U 8 oder tief im Osten, sondern wie die in 80ger Horrorschinken, in denen Latexmakeup noch einen draufsetzte. Immerhin ohne Odorama. Irgendwie auch retro. Wenn die aussehen würden wie Peter Maffay oder Helene Fischer wäre das auch komisch. Und vielleicht haben die in den 80ern ja so ausgesehen, da. Egal. Vorsichtshalber, bei diesem Gedanken verweilend, erstmal ein Smoothie einwerfen. Egal. Jedenfalls. Auch mit einem Alligator oder Krokodil, also groß, Zähne, wie in diesem Hooperfilm, , mit ein paar tollkomponierten Vonobengefilmtsequenzen, und mit ein paar Obenohnegefilmtsequenzen, die da sind, weil der Handlungsstrang den Dreh eines ambitionierten Kunstkopulationsfilmes beinhaltet, und ein älteres Paar, das innerlich jung geblieben ist und keine Scheu hat, eigene Wünsche und Begehrlichkeiten auch umzusetzen. Insgesamt sehr ok, stimmig, gut gespielt, adäquat bemusicd und zuweilen auch nicht ungorig. Mehr Sex und mehr Blut als in TCM jedenfalls, wobei, da war das da eh nicht uffe Leinwand, sondern zwischen den Ohren.

Saloum. Senegalesiches mystisch nicht nur angehauchtes Dreisöldnerstück mit seeehr viel Inhalt, fast wie in einem deutsche Film, wo ja auch immer alles reingepackt wird, um zu zeigen, wie genial große Köpfe und Herzen (und wahrscheinlich Genitalien) die Macher (Bezüglich der Genitalien tatsächlich nur die Macher, glaube ich) haben. Aber doch sehr anders, gespickt mit Verweisen auf Historie, Kult, Krieg, Hunger, Gewalt. Toll gefilmter Rachefilm mal von woanders. Saloum by Molten Brain Chapeau.

FFForfreude.

Es ist kalt. Krieg und Corona. Wegen der Alliteration vielleicht besser Kackcororna. Aber hey. Bald sind die FFFNights. Vorher noch was zu diesem Film. (Ok, an den Übergängen muss ich noch feilen…) Grillo, Butler, Louder, Huss. Sehr oldschoolig unterhaltsam. Alles an einem Ort, im Gefängnis. Einer wird eingebuchtet, der das wollte. Fluchtwegen. Dann das Gleiche nochmal. Jobwegen. Unblöde Dialoge, schwarzer Humor, eine Polizistin mittendrinne, Kugeln, Blut. Erinnert mich nicht so sehr an Tarantino. Andere schon. Aber eine Portion Assault von Carpenter steckt hier drinne. Fun to watch. Hätte auch ins FFF gepasst. Copshop.

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