September 2020

FantasyFilmFest. Tag 4.

Viel zu tun. Coronalethargie. Der innere Zustand, der dem der äußeren Coronaplauze entspricht. Aber hey.

Breaking Surface. Einerseits nichts, was man nicht erwartet in einem Taucherinnenfilm. Andererseits sehr realistisch und spannend, mit Tauchen auch in Höhlen, aber nur ein bisschen, und dem allseits bekannten Problem, dass die Luft knapp werden kann im Wasser. Mit zwei Schwestern, die weniger reden als nach einem small Talk mit einem Denfilmschonmalgesehenhaber befürchtet. Spannend und solide.

Daniel isn't real. Dass man immer darauf wartet, dass der schwarzeneggeresche Spross mit Dialekt erfreut, wird abgelenkt und enttäuscht. Aber die Bilder und der Score sind ok, und der rest ist leidlich unterhaltsam, und der Hauptdarsteller und die Haarige werde ich gerne wiedersehen. Okay. Aber hey, an viel erinnere ich mich nicht. Und ich hab nicht geschlafen. Aber nochmal an Harvey gedacht, mit dessen Hilfe mir früher mal Plätze freigehalten wurden, von welchen, die meinen namen nicht wussten, und die ich auch eine Weile nicht mehr gesehen habe. Streaming frisst Kino, oder man wird eben alt, wohl.

Dinner in America. Mochte ich sehr sehr sehr. Zwei Randindividuen begegnen sich, und das macht so viel Spass! Toll gespielt, nette Mucke, und überhaupt. So feel good! Lohnte schon alleine die Dauerkarte. Hätte ich sonst nie gekuckt, das.

Fanny Lye deliver'd. Naja. Zwiespalt, ick hör die trappsen. Ein kruder Mix aus zäher Bayerndreihistoriennachstellung und sleazigem 80erjahrebahnhofskino mit Hexenverhör, mit den genretypischen sexuellen Konnotationen, auch mal sehr dierekt. Aber hey, das geht heute, und wenn man dann ein bisschen Revenge ranklebt und eine Kugel mit was Blut - um nicht zu spoilern - eine peckinpahsche Hommage darstellt und dann noch ein historischer Satz oder zwei zum Absapann anhängselt ist eine feministische Arthouseperle. Oder auch nicht. Hey, aber ok als Ode an das bahnhofskino oder das lange vergessene Olympia, in dem ich leider nur zweimal war.

Fried Barry. Ein wirklich eigenwiillig-unterhaltsamer Trip. Vollgedrogtes Alien in eher unschönen Humanhülle entrs the void oder so. Etwas sperrig, aber hey, ein ilm mit handschrift. Das Gesicht des hauptdarstellers wird allerdings etwas overexploited, imho. Nice!

FantasyFilmFest. Tag 3.

Amulet. Mann, der einen Krieg erlebt hat, wohl, findet ein Amulett und Zuflucht in einem verschimmelnden Haus. Einen Nonne, die von jemandem gespielt wird, die immer fiese Frauen mimt, hat da ihre Finger im Spiel. Es gibt außerdem ein blasses Tier und unheimliche Geräusche. Etwas sperrig, wenig Überraschungen, aber ok.

Becky. Becky allein im Wald mit einer aufrührerischen bemützten Göre, die ein Problem mit ein paar Ganoven hat und in echt wohl 14 ist. Von dem Mädel und einem großen Schauspieler und ein paar netten Situationen wird der Film getragen. Unterhaltsam und kurzweilig.

Relic. Eine Omma verschwindet. Das Haus unheimelt geräuschvoll vor sich hin. Und es gibt ein paar wirklich tolle exquisit albtraumhafte Sequenzen, die allein schon den ordentlich fotografierten Film lohnen.

Possessor. Erstmal kurz überlegt, ob es Possessatrix heißen müsste, oder ob das spoilert oder nicht. Oder Predatrix. Aber hey. Frau mit Ringe um die Augen und blassen Haaren flutscht in andere, um Aufträge zu erfüllen, und ist dann irgendwie doch mitgenommen, etwas. Der Job nagt an ihr, oder in ihr, etwas. Nice!

PG: Psycho Goreman. Toller Trash mit Monstern, von denen eines ein kleines Mädchen ist, bei der ich nicht weiß, ob ich es toll finden würde, wenn sie meine Tochter wäre, oder nicht. Liebenswert in Szene gesetzt, alles, mit nicht viel Budget. Aber hey. Sehr sehenswert!

FantasyFilmFest. Tag 2.

Tja. Nach dem Kaffee heißt es: Mittagessen oder Bloggen versuchen?

Inheritance.
Eine Frau - die ein bisschen zu püppchenhaft ist für ihre Rolle, aber gut aussieht- erbt weniger als ihr Bruder, wobei weniger relativ ist. Allerdings weniger Geld, nicht weniger Verantwortung. Und Simon Pegg hat mehr Bart und weniger Bauch und macht auf Graf von Monte Christo. Ziemlich spannend, die Frage, wie man mit einer solchen Situation umgeht. Okay, der Film.

Bring me home. Knackehartes Koreabrett mit nicht so viel Blut und Fights. Die Kinder gehen einem aber echt an die Nieren (nein, kein Organhandelfilm wie der böse Sympathy for Mr. Vengeance, der besser ist als Old Boy, imho). jedenfalls. Mutter sucht ihren verschwunden Sohn, und statt der üblichen amerikanischen Backwoodinzestfamilie gibt es die Bewohnerinnen und Bewohner eines Fischerdorfes. Sehr gut. Nichts Neues, aber mit dem bisschen Mehr verglichen zu US-Produktionen.

Sputnik. Russischer KaltekriegsäraSF auf den Spuren von The Thing etc. Tolle Hauptdarstellerin, die eine Psychologin spielt, prima Kamera, okaye Creatureffects und eine Geschichte mit vielen frischen Aspekten. Nice, das.

Slaxx. Es hätte ja wirklich nett sein können, so wie I rented a Vampire Motorcycle, der charmant und witzig war, allerdings keine wertvolle Botschaft transportieren wollte. Glaube ich. Immerhin ein Einblick ins Leben von Leuten, die in einem Klamottenladen arbeiten, denn wenn sie schauspielern könnten, hätten sie vielleicht einen richtigen Film gemacht, wobei da auch ein Drehbuch geholfen hätte. Ein Film wie eine leere Hose. Aber mit einer Message, über die man sicher nachdenken kann. Die allerdings schon vor dem Film kommt.

FantasyFilmFest. Tag 1.

Coronabedingt gekürztes Fest. Und man hat viel Platz um sich rum, diesmal sogar in jede Richtung.

Palm Springs. Semberg ist ist mir eigentlich etwas zu viel Smilesmilesmile, Milioti etwas zu sehr große Augen, aber trotz der nun wirklich nicht neuen Idee mit einer allerdings neuen Auflösung, bei der ich mich nicht erinnere, dass da schon mal jemand drauf gekommen ist, lösungstechnisch, trotz Offensichtlichkeit, klappt das Ganze prima! Und wie man weiß, sind gute Komödien echt schwierig. Kurrzweilig.

Archive. Ein Plot zu viel, mir, aber sonst trotz gefühlter Länge spannendes Spiel der verschiedenen Generationen von Robotern auf dem Weg der Entwicklung zu einem Quasimenschen. Und das Setting ist sehr nett. Hätte allerdings gerne gesehen, wie die Robos über die Schwellen kommen, die da so rummen. Archive by Molten Brain Voll ok, das., ansonsten.

Diese Website verwendet Cookies. Soweit ich dazu fähig bin, habe ich diese jedoch anonymisiert. Mehr unter https://torts.de/rechts.