Fantasyfilmfest. Tag 3.

Prima Wetter. Also ins Kino. Statt sonnen. Oder aufräumen. Was Vernünftiges Essen. Statt ausschlafen. Statt Frühstück.

Wieder maler ansagenarmer Tag. Schade. Diesen kleinen verbalen Accessoires sind doch so wesentlicher Teil der Definition von Filmfest. Weiterhin. Von der Idee netter deko habe ich mich verabschieden können, irgendwie, altersmilde... ja, damals. Der Royal Palast....

Egal. Immerhin nicht so viele Menschen, die sich - zu Recht - durch Popcorngenuss beim Film eigenlebensverkürzend betätigen wollen.

Deep in the Wood: Die es nicht rechtzeitig aus dem Bett schafften, die langsamen, weniger enthusiastischen unter uns, die auch mal morgens was essen, wenn und weil sie nicht alleine aufwachen, können beruhigt sein. Wirklich guter, stimmiger, eher dramatischer als horroriger Film - obwohl, wenn ein Kind verschwindet, ist das auch Horror, definitiv, nicht übertreffbar - aber hey... bei dem der italodarstellerstarke Film da anfängt, wo andere aufhören: es ist wieder da. Oder? Wirklich gut. Ein Highlight. Kann man aber evt. später auch auf kleinerer Leinwand oder so auch noch angucken.

The Lesson: Fängt an mit gelangweilten britischen Dorfjugendlichen, die das tun, was man da so tut. Und mit Lehrern, die langsam an mangelnder Disziplinlosigkeit verzweifeln. Wie bringt man den Kids am Besten Milton (tja, der legt auch heute im Berghain auf, kann ich leider nicht hin wegen Filmegucken... damn...) und Hobbes und Idealismus bei? Blutig, didaktisch wertvoll, und man lernt was in der zweiten Hälfte. Und die Freundin von dem einen sieht ein bisschen aus wie jemand, den ich kenne. Ist leider gerade an der Ostsee. Jedenfalls. Toll gespielt. A nice one.

Yoga Hosers: Töchter können nicht immer singen. Aber hey. Wenn sie gut befreundet sind, wenn Bratsis drohen, die Welt zu erobern, wenn der inspektorclouseauige Depp mit den Wanderwarzen auftaucht und der Golemgollum mit Yoga befightet wird... dann macht das richtig Spass!

The Neighbour: Gritty Bilder, passender Sound, stimmiges, knallhartes Teil über Nachbarn in den Backwoods. Die einen haben mit Drogen zu tun, die anderen haben Keller... Wirklich gut, ab Minute 1, bis zum Schluss.

Scare Campaign: Unterhaltsam, obgleich etwas vorhersehbar, und die unstimmigen Details (hey, wer würde sich diesen riesigen Steampunkkorkenzieher aussuchen???) haben mich gestört, und dass mal wieder maskierte gesichtslose Jugendliche rumlaufen... trotz auch darstellerischer eherner Mediokrität durchaus noch unterhaltsam. Medienkritik wie gehabt. Wie kriegt man die Zuschauerzahlen hoch, wenn erschrecken nicht ausreicht?

Okayer Tag!

Trotz wecker Ansagen.