Killen und kochen.

Sabu. Mr. Long by Molten Brain Wie letztes Mal eine ziemliche Offenbarung. Ein Film, der atmosphär- und authentisch und wackeleuchtreklamig beginnt wie eine Doku, sich zum Killerbekommteinenauftragfilm wandelt, und dann erstmal zum Märchen wird, mit einem dichten Schauspielerdestillat, in dem Gesichter und Gesten Geschichten erzählen, lakonisch wie bei Kausrismäki und - wenn geredet wird - überdreht wie bei Iglesias und doch auf das Notwendigste beschränkt, mit Entwicklungen und Wendungen, bei denen das Publikum - geräuschwise - mitging wie bei keinem anderen Film, den ich in den letzten 5 Jahren gesehen habe, mit adäquat sparsamzurückhaltendem abundzunem Score, mit einfachen einfach faszinierenden Bildern voller Humor, Liebe und gelegentlich auch bracchialer Härte, in keiner Sekunde langweilig, im Rückblick durchaus von Akt zu Akt nicht unvorhersehbar, aber beim Sehen jede Minute frisch und unverbraucht und neugierig machend auf mehr... Ein schweigsamer Killer, ein unnerviges Kind, eine Drogenabhängige, die Nachbarn, und Fremde und Suppengekoche und Schaugespielere im Film und Slapstick und Blut und Glück und Witz und Drama und so viele kleine Momente, die immer passen. Mr. Long.