Babys im Arm und Kinder im Regen.

Erinnere mich. War mal - damals - in so einem Verhandlungsraum für Kriegsdienstverweigerer. Als es das noch gab. Ziemlich damals, das. Da stand keine Flagge in der Ecke, sondern an einer Wand hing ein Kalender mit Getragenwerdendenkleinebabyfotos. An der anderen Wand ein Billigdruck. Mit einem kleinen Kind. Im Regen. Mit sooo großen Augen. Geschmacksache, das, dachte ich. Besser als der Anblick von in Butterbrot gewickelten gerahmten Ulbrichtphotos im Schrank zu finden oder in einem zufällig offengebliebenen auchen Schrank eine gebrauchte weiße Feinrippunterhose auf dem Bügel hängend sehend zu müssen. Vielleicht hatte mir auch jemand was in den Kaffee getan. Dann waren kleine Pupillen in den großen Augen. Jedenfalls, zum Beginn schweifend, gibt es einen Film von Burton zu der irgendwie schon interessanten Story hinter der Großeaugenbildermalerin. Der von der dorisdayesk naiven Hauptdarstellerin lebt und von Waltz, der aller Register seines overtoppenden Selbstdarstellerkönnertums ziehen darf. Flasht nicht. Aber man lernt was. Fühlt sich amüsant unterhalten. Und schöne Farben gibt es auch. Waren schon andere Zeiten, das. Damals. Big Eyes by Molten Brain Big Eyes.

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