September 2018

FantasyFilmFest. Tag 9.

Paradox. Sammohungchoreografiertes und allein schon deswegen sehenswertes Hongkongkino, das in Thailand spielt. Vater und gleichzeitiger Kloppcancop sucht mit Thaikollegen seine Tochter, die entführt wurde. Es gibt eine einfache Story und slicke Farben, und hey, ziemlich grandiose Martialartsaction, bei der die Alltagsgegenstände eine ähnlich große Rolle spielen wie manchmal bei Jackky Chan, der Humor jedoch eher nicht. Wenn man das Gerne mag, gefällt der Film. Durchaus.

The Cannibal Club. Irreführender Titel. Entsprechende Hoffnungen werden enttäuschen. Ich erinnere mich auch nicht an heftiges Rumgebonke, was ein kurzer Blick in die FFFreviews vermuten liess, aber hey, vielleicht bin ich ja auch eingeschlafen. Der Titel bezieht sich eher auf die Kannibalisierung der Gesellschaft, und die Einstellung des Regisseurs mag ehrenwert sein, aber so wirklich kurzweilig war das nicht, und die schlichte Optik ist vielleicht auch nicht so wirklich aufregend. Und an die Schauspieler erinnere ich mich. Mussnichtfilm.

Await further Instructions. Weihnachtsfilm. Familientreffen. Inklusive Ehernaziopa und Vonwoandessaussehfreundin eines Sohnes. Und natürlich kann dann auf einmal keiner raus, und alles gefühlsexplodiert zwangsläufig in Zeitlupe, und der Fernseher übernimmt. Toll gespielt allerseits, und es milgramt und kabelcronenbergt, und man weiß wirklich nicht, wo das hinführt. Oder doch. Aber nicht wirklich. Unangenehm und gut. Und irgendwie mochte ich die Freundinspielerin. Mal in Berlin?

Cutterhead. Deutsches Kino kriegt sowas nicht hin. Warum? Jedenfalls. Klaustrophobisches zudrittes Abgeschnittensein und - warten darauf, dass es kälter oder wärmer wird oder irgendwer einen rettet, oder man sich selbst, alleine oder zusammen, da vorne in der Tunnelbohrmaschine, und dass das mit dem Luftdruck klappt, als und wenn draußen die sogarohnemonstrige Hölle ausbricht. Minimale Ausstattung, Dokulook und die Protagonisten verpassen einem ein gerne mitgenommenes dänisches Tunneladrenalinkino.

The Inhabitant. War der letzte Film an dem Tag. Vor zwei Wochen oder so. Ich erinnere mich an drei überzeugende Einbruchschwestern mit ernstproblematischem Familienhintergrund, zwei Eltern und eine eklige Kinderüberraschung, und alles wurde dann schnell solideexorzistig, einen durchaus wachhaltend, mit ein bisschen Grusel, optisch und klanglich ausgefeilt, mexicochilenisch, storytechnisch stimmig und unlangweilig und deutlich über dem befürchteten Niveau.

FantasyFilmFest. Tag 8.

Dead in a week. Sympathische unangestrengte englische Schauspieler, Altkiller und Strubbelhaarsuizidwoller, Kissenstickerinnen und eine unechtblonde freundin, die aber erst nach dem Ichschaffeesnichtselbstalsokillmichauftrag ins Leben des Todgeweihten tritt... macht mit seinem schwarzen Humor richtig gute Laune und verhindert, dass man schon beim ersten Film einschläft.

Ride. Verminderte die gute Laune ein wenig... nur ein wenig, aber. Bella Thorne ist nett anzusehen, und der Uberfahrer und der Neuefreundfahrgast sind ganz ok gespielt, aber mann muss schon manchmal das Gehirn ein wenig ausschalten, um eine Verhaltenslogik der Handelnden zu erkennen, die durchs durchaus nettbelichtete Stadtddunkel fahren, mit okayer Mucke im Ohr.. aber vielleicht sind wir alle auch nur zu hartgesotten inzwischen, nach Jahrzehnten Filmblut zwischen den Ohren...

St. Agatha. Nonnen. Klischeeböse, lookwise. Mir gefiel die Oberin ganz gut, aber im Grunde genommen ist das alles recht wenig explotationiges Nonnenbahnhofskino, oder besser sexplotationiges. Denn die Filmnonnen ziehen sich nicht aus. Und es gibt auch keine bösen Sprüche an der Zellwand wie "Bestrafe einen, erziehe Hunderte", wie damals in Schwarzweisszeiten und - war es sie? - Romy Schneider. Sie sind eben ein bisschen fies... naja, und der Rest erklärt sich von selbst, wenn ich lese, dass der Sawmaestro seine Hände im Spiel hatte. Naja, ohne Übererwartungen schon ansehbar, aber eben Bahnhofskino, irgendwie, halbherziges.

Piercing. Tja. Tolle Schauspieler - insbesondere die blondfrisurige Wasikowska mit richtigem Gesicht - , tolle Bilder, toller Ton, tolle Farben, ansonsten eher eine kammerspieleige Studie über Sticheln und Penetrieren als ein Film. Aber hey. Cool, und mehr Inhalt als die deutschen Beiträge....

One Cut of the Dead. Vorher irgendwo schon Netzgelobhudelei mitbekommen. Skeptisch erst, dann auch erst skeptisch geblieben wegen der Wackelwackelkotzkamera, aber die beruhigt sich irgendwann und der Film dreht so nett realhumorig auf mit seinem Film über eine Zombieattacke... lowbudgetig, aber dann so nett, über Film und den Ohnecutundlivewahn und die Hindernisse, die alle so auftauchen können... Liebe zum Film tropft aus jedem Bild... und ja, Blut auch... meine dringende Empfehlung: Ansehen!

Und ja, ein paar Bildchen kommen noch. Muss aber jetzt abwaschen, der Molten.

OFFF. Dazwischenes.

Urlaub genommen. Und dann das. Lauterne Wiederholungen und Späterwiederholtes auf dem Fantasyfilmfest. Wegen des deutschen Kinns ohne Schauspieler. Till Würdeerdochschweigen Schweiger. Nunja. Egal. jedenfalls. Wäre sogar ganz gerne in den Zoo gegangen. Aber hey. Das aktuelle Kinoprogramm will auch genutzt werden.

Antman and the Wasp. Ok als Popcornsuperheldenmarvelteil. Nicht so Overthetoptongueincheekironisch, aber nett, mit Fakewissenschaft und tollen Effekten und einer leichten Story, die unterhält, einen mitnimmt, aberund die auch hinterher leicht wieder vergessen werden kann. Kurzweilige Zeitgehtschnellrumunterhaltung. Jedenfalls besser als Fussballgucken, obwohl das Marveluniversum vielleicht weniger komplex ist als die Fussballwelt, die aber eher dazu taugt, Minderwertigkeitsgefühle durch subjektives Besserwissereigefühl überzukompensieren. Aber vielleichthabe ich auch nur zu wenig Comix gelesen. Jedenfalls voll okay. Auch wenn man wieder mal die 3Dbrille vergessen hat.

BlacKkKlansman. Blackklansman by Molten Brain Endlich mal im Lux gewesen. Gute Sitze. Knarzen nicht, weil so Plüsch und nicht Geräuschbeimbewegenleder. Kino 2 ist auch groß genug. Und der Film passt gut zu Bomb City, irgendwie, wegen der zumindest mir genehmen Einstellung. Gut, die letzten 5 Minuten hätte man sich sparen können. Anspielungen vorher waren ja da. Ansonsten eine spannendlustige Auseinandersetzung mit diesen Kapuzenträgern, die ich aus schlechten Filmen, aus gutschlechten Filmen wie Birth of a Nation - der danache griffithsche Entschuldigungsfilm hat es noch nicht in mein Abspielgerät geschafft - kenne. Jedenfalls, SPOILER, ein Schwarzer mit Frisur unterwandert den Zumkotzenklan, und ein jüdischen Mitunterwanderer - Bruder der Schwester aus der so leider abgesetzten Evildeadserie mit BrucedasKinnCampbell - aucht, und ein bisschen persönliche Konflikte gibt es auch. Leider auch immer noch die maskierten Rassistentrottel. Sehenswert, das.

Nach dem Kino zu Hause abgehangen. Einer Empfehlung gefolgt, die mir auch buchstaberisch in den Kram passte: Der City-Hai. Betonung auf C. Mit einem jugendlichen, muskel- und kinnigen gesundeernährungauföstermerikanischpreisenden Schwarzenegger, der munter linkslenkend, rechtsballernd oder andersrum im Cabrio durch einen Steinbruch fährt, ohne Ameisenanzug, und unbekapuzte Ungute ihrem Ableben zuführt. Auch sehr nett, wieder, das. Danke für den Hinweis.

FantasyFilmFest. Tag 6.

Dementia Part II. Schlechte Marketingentscheidung. Mindestens eine Person ging da nicht rein wegen PartInichtgesehenhabens (das ist übrigens möglicherweise die erste Verwendung dieses Wortes ever!...). Für diese person war es allerdings eine richtige Entscheidung. Denn das Positivste, das man über den Film sagen kann ist dass er in schwarzweiss gedreht wurde. Ein bisschen klebriger Schleim reicht eben nicht... zweidrei gute Ideen auch nicht. Und keine Schauspieler machen einen Film nicht besser. Und es hilft auch nicht, wenn als Vorfilm ein dämlicher Hundekopffilm läuft, bei dem auch mal links mit rechts verwechselt wird... (Frenchies). Tiefpunkt des diesjährigen Festivals. Aber hey, muss es auch geben. Und bestätigt die Regel, dass man nich Part II sehen sollte ohne Part I gesehen zu haben...

Murder me, Monster. Tolle Kamera, tolle Bilder, gut gespielt. Ansonsten eher ein Lehrstück darüber, welche Urängste in der argentinischen männlichen Bevölkerung drinne stecken. Und das Monster ist nicht ein lovecraftsches, sondern dann doch eine eher pubertäre argentinische Enttäuschung, irgendwie. Ansonsten langsam, aber nicht ohne Reiz.

Keep an Eye out. Mochte Rubber nicht. damals. Aber dieser Film war schon ok. Wenn auch eher ein bisschenschwarzes Boulevardtheaterstück, immerhin unterhaltsam, Garant gegen langzeitkinoguckinduziertes Wegnicken. Ok. Aber kein Highlight. Der Vorfilm - ein trashiger Faketrailer - machte dagegen Lust auf mehr: Space Trash Bag.

Bomb City.
gefiel mir. Punks - oder sagt man Punker weiss nicht - im 90erjahreamerika vs. dummkappentragende Footballtypen, Stolz ihrer Eltern. Stimmungsbild, das allerdings tendenziös ist - immerhin aus meiner Sicht mit dem Herz am richtigen Ort -. Gut gespielt, und viellecht auch Diverses verharmlosend... aber hey. Ist ein Film. keine Doku.

FantasyFilmFest. Tag 5.

DFFB goes Fantasy Filmfest. Drei Herausforderungen. Kurzfilme. Deutsch. Und früher aufstehen. Damn. Und nicht ins Heft gekuckt, wieder... Gedacht, dass die Filme aktuell sind... Aber hey. Insgesamt nicht geärgert. Aber - auch nach dem Talk auf der Bühne - hey, panels jetzt auch hier - die Bestätigung. Zum allergrößten Teil besteht deutscher Film aus Ansätzen. Der restliche Film fällt der Arroganz zum Opfer. Der Verkopftheit. Und die Ausnahmen wie der Hexenfilm Hagazussa von Feigelfeld sind anstrengend und langsam. Immerhin.

Prospect. Wieder SF! Selten geworden. Aber hey. Hier hat man aus den Ansätzen einen netten Film gemacht, der weder einschläfert noch billig wirkt.Vater und Tochter auf Schatzsuche, aber andere gibt es auch. Atmo stimmt, Schauspieler ok, manches nur angerissen. Aber Fun.

Bad Samaritan. Sehr unterhaltsam, aber schon irgendwie Mainstream... Also gut zum gethrillerten Nichtindervorstellungeinschlafen. Kleingangster meet Psycho. Tennant jessicajones-, nicht Drwhoisch. Aber nice. Nichtdasderkleinebrudervonnice, sondern wirklich.

Border. Sehr cooles skandinavisches Kino, das mit Mythen spielt, die ich lieber noch besser gekannt hätte. Grandiose Story, toll umgesetzt. Knubbelnasige Zollfrau - anders, mit dem entsprechenden Leben - hat immer den richtigen Riecher und trifft auf einmal jemanden wie sich... Exzellent.

Human, Space Time and Human. Schon auf der Berlinale gesehen, siehe Februar 18. Im Rückblick, erinnernd, eine sehr direkte Geschichte, die mich durchaus unterhielt. Weniger schmerzhaft als vieles Anderes von Kim Ki-Duk. Obwohl nicht ohne Härte.

Bilder später. Forsche dem Lightboxgehtnichtproblem hinterher....

FantasyFilmFest. Tag 4.

Solis. Science Fiction, yess. Und der Film macht all das richtig, was mich an Sunshine störte. Solis by Molten Brain Ok, man kann immer profirummäkeln etwa an diesen Heyundinderletzensekundeereignissen. Egal. Einpersonenstück, auch richtig geschauspielert, eingeraumkapselt, die Steine fliegen vorbei, und die Sonne geht auf. Spannend auch, und das Wohlminderbudget merkt man wirklich nicht... Mehr davon!

Get Shorty. Ja, ich mag Kurzfilme immer noch nicht, und wenn es wie damals eine Ausweichmöglichkeit geben würde in einen Langfilm, würde ich diesen Weg gehen wollen, auch bei einem Wohlgurkenlangfilm. Aber hey. Zum ersten mal seit Jahren positiv überrascht. Nicht dass die Filme toll waren. Aber sie haben überwiegend nicht genervt, und teilweise machten sie sogar Spass! Liegt vielleicht daran, dass ich einen Asienbonus - Fetisch oder nicht, grübel - geben konnte. Jedenfalls gottseidank nicht - wie angekündigt - "wie gewohnt". Und - Überraschung - ein deutscher Beitrag, der sehr nett die Social Media einbindet und mal als einheimischer Lichtblick am verkopften arroganten Vonhierkino vorbeischrammt! Chapeau!

Valley of the Shadows. Ein sehr langsamer Film mit viel Wald und Kind - aber hey, es ist ein Vollokkind -. Wald, Kind, und ein Boot fährt übers Wasser, und ja, es ist kein Rennboot... Und ja, wohl richtig, das, im Nachhinein, eine Prise Bergmann. Viel Atmosphäre. Viel lang. Wenn man müde ist. Aber gut.

Under the Silver Lake. Bin, um es zu wiederholen, einer der wenigen, der It follows nicht so dolle fand. Die Szene im Schwimmbad war so bescheuert. Und hier rastet Garfield ein paar mal aus, und fupp, ist der Film durch eine vermeintlich vielleicht tolle Idee gekippt, oder zwei, und ich musste wirklich grübeln, ob das eine liebevolle Erklärung an Hollywood ist, mit Hierunddahommagigem, oder ob sich da wieder mal nur ein paar Leute toll und intellektuell finden... ansinsten toole Kamera, die Tonspur funzt, und ein bisschen mysterisch wird es auch, aber eine neverwhereische Atmosphäre vermisste ich. Zwiespältig, das. Trotz Spiderman.

Satan's Slaves. Toller und gruseliger indonesischer Film über eine Familie, eine sterbende Sängerin, den Alltag und die böse Vergangenheit, die sich anschleicht. Sehr empfehlenswert!

FantasyFilmFest. Tag 3.

Hell is where the Home is. Das Setting erinnert ein wenig an Revenge, und unangenehme Dinge passieren auch. Unterhaltsam am, aber die Überraschungen hat man schon woanders gesehen. Trotzdem besser als so vieles Anderes aus dem Genre. Was an den Schauspielern liegt, an der Zeit, die der Film sich für sie nimmt, und am durchaus professionellen Look und Klang. Guter erster Film für den Tag.

The Golem. Man fühlt sich ein bisschen wie im Museumsdorf Düppel oder in Bayern 3, aber irgendwann merkt mann, dass die Darsteller viel besser sind als die da, und die - inklusive ziemlich coolen Kind - reißen es dann auch mehr als raus.

Elizabeth Harvest. Toller Film über eine dünne schicke Frau, die einen älteren und klügeren Reichen geheiratet hat (... und manchmal grübele ich darüber nach, wie alt, klug oder reich man für sowas sein muss, aber eine schicke Villa mit Laboratorium möchte es wohl sein, mindestens, wohl, zumindest im wirklichen Leben.... Im Gegensatz zu Anderen mochte ich die eher grundsätzlichen Betrachtungen, die Idee, die die Seele des Film ist, die ich jetzt aber nicht spoilern will, und die Konsequenzen, die sich zwangsläufig ergeben...) und über eine Bedienstete und einen Blinden. Edelbebildert, das. Empfehlung.

Climax. Ich mag Noe. Tanz- und Partyfilm der ungewöhnlichen Art. Berlinwarnung, Videoschnipsel, Tanztruppenkleindramen, und eine Kamera, die enterthevoidmäßig durch die Räume und Gänge mäanderfliegt, wie das Leben der Protagonisten, tanzend, quatschend, bowletrinkend, und hey, ja, in der Bowle ist was drin, und, wie zu ahnen, ja, der Kameramann hat auch davon genascht, und hey, böse ist das auch, ziemlich. Ich mag Noe.

Our House. Wieder richtige Schauspieler in einem eher kleinen, aber unterhaltsamen Film um einen Nerd, der drahtlos Strom übertragen will, aber was kommt, sind Geister... Nett!

FantasyFilmFest. Tag 2.

Desolation. Typische Nachmittagsersterfilmerfahrung. Wie früher. Außer dass ich diesmal 10 Minuten zu spät km. Was glaube ich nicht schlimm war, im Nachhinein. Desolation by Molten Brain Die Zweifrauenhabeneinenentspanntenabendszene war unterhaltsam, habe gerne zugesehen und -hört. Aber Filme, in denen nachts bewegungslos Leute mit Sonnenbrille unheimlich herumstehen wie eine Pappfigur bei Lidl oder diese eine jugendliche Pseudosoldat in diesem Megasharkfilm kann ich einfach nicht ernstnehmen, und wenn dann das einzige Blut aus der Nase kommt und das kein Anime ist, in dem pubertierende Jungen Möpse sehen, dann ist das Ganze einfach nur überflüssig. Nicht ärgerlich, aber muss echt nicht sein,das.

The cleaning Lady. Atmosphärisch stimmig, spannend und gut gespielt. Entstellte Putze hatte ein übles Leben, und eine Blonde freundet sich in einer ein bisschen schwierigen Situation mit ihr an. Rund.

Luz. Ein gritty Look, schöne Einstellungen, nette Ideen und eine prima Tonspur. Dazu Theaterschauspieler. Schön anzusehen und -hören. Aber kein Film, der mich mit einer stringenten Handlung als Film unterhalten hat.

An Evening with Beverly Luff Linn. Zugänglicher als der Greasy Strangler, mit tollen Frisuren, einer schönen Hauptdarstellerin, daran liegt das wohl mit der Zugänglichkeit, und ansonsten ein Mix aus dem frühen Aki Kaurismäki mit seiner Liebe für normale Menschen mit aber mehren Worteinheiten, mit etwas Wesandersonoptik und einer unglaublichen Fülle von absurden schon speziellen merkwürdighumorischen Einfällen. Toll.

In Darkness. Und als Abschluss ein spannender Thriller mit einer Frau mit Blindenstock - kann also nur gut werden - und einer Toten aus dem Appartement dadrüber - ein Grund, in ein Dachgeschoss zu ziehen - und einer Mission, und alles garniert mit bösen Serben oder sonst irgendwo aus dieser Ecken Kommenden ... konventionell, aber hey... stimmig, spannend, passt.

FantasyFilmFest. Tag 1.

Wieder soweit. Fehlen zwar ein paar gute Freunde. Aber hey. Das Alter. Die Prioritäten.

Mandy. Cage sieht aus wie dieser junge Startreknextgenerationtyp als Bigbangtheorygast, aber in alt. Macht ansonsten sein Ding, aber in künstlerisch und durchaus solide, wie etwa in Unterhose im Sonnenblumengekachelten oder -bedruckten Bad... Bis auf die Frage, ob seine Augen rausfallen beim overcagigen Nochmehrverzweifeln allerdings ein eher unangenehmer (gewollt) als spannender (ehre nicht gewollt) Film, der von der Geschwindigkeit etwas uneinheitlich ist, der es aber schafft, mit fast ausnahmeslos durchweg creepigen Schauspielerinnen und Schauspielern - darunter eine böse Version von Christian Anders aus dem Liebestempel der Todesgöttin - diese 70gerjahrebösesekteaufdrogenathmo mit ein paar trashigen Hellraisergedenkhorrorelementen zu verknüpfen, und zwar auch im Look und auf der Tonspur. Voll ok, das. Aber eben nicht so dolle spannend. Mandy by Molten Brain Egal.

Mega Time Squad. Sympatische kleine Zeitreisenineinemkaffinneuseelandkomödie, die zwar harmlos aber blendend unterhält und es geradeso schafft, nicht zu lang zu sein. Kleingangster und der Versuch, aus dem Dorf zu kommen. MegaTime Squad by Moten Brain Lebendig. Mit Geld und Mädchen.