February 2017

Dies und das und wohl doch keine Entschuldigung an Stö... oder?

Ich muss dringend was schreiben, irgendwann, vielleicht, zu dem Titel, der in Englisch noch viel besser ist... schon deswegen muss man den Film mögen... und wegen seiner Hauptdarstellerin und einem auch etwas verpeilten Frodo mit Bart und mit Brille und Shuriken und dieser Einefrausiehtrotgeschichte ohne Selbstjustizalluren... es geht irgendwie doch um Selbstverständlichkeiten, um einen Punkt an dem Nichtstun zu wenig wäre, um den Punkt, an dem sich sonst alle der Realität bequem beugen...I don't feel at Home in this World anymore. Aka Fremd in der Welt.

Und zu dieser britischen Miniserie mit so krassem Killerindervideothekbeginn, mit ein paar Normalos die unversehens gejagt werden, wie ein paar Comicbilder; ein Hacker, ein Kind, eine Exstudentin, ein Verschwörungstheoretiker, eine Flüchtige mit Mission... und mit dann dochem irgendwiem Mitleid, und wie der erste Film dann irgendwann doch ein bisschen blutig, auch. Utopia.

Am besten jedoch, im Nachhinein langsam wachsend, trotz der nicht so wirklichen Amplituden in der hieren Musik Dvoraks, aber wegen der Ausstattung, der reellen Story und der Dinge, die sich in meinem Kopf abspielten, wegen der sozusagen außerordentlich geschätzen Lieblingsbegleitung neben mir, von Mal zu Mal weiter entfernt, irgendwie, trotz gleichbleibender Wegkilometer, aber hey, und wegen des Endes, nicht so unromantisch, ohne was zu verraten, mit tollen Nympen mit Pflanzen auf dem Kopf und einem schwarzen (yeah!) Wassermann und einer tollen etwas fülligen Hexe und, hey Stö, auch in der Fremde, um den Bogen zu schließen, irgendwie doch auch Film, mit mich zunächst irritierenden Flügen über den Orchestergraben und diesen Schwenks und dem Blick auf Details, die man sonst verpasst, live, ohne Opernglas und nähebetört... Rusalka by Molten brain Rusalka. Dvorak. Met-Lifeübertragung. Ja, im Kino, Stö....

Babys im Arm und Kinder im Regen.

Erinnere mich. War mal - damals - in so einem Verhandlungsraum für Kriegsdienstverweigerer. Als es das noch gab. Ziemlich damals, das. Da stand keine Flagge in der Ecke, sondern an einer Wand hing ein Kalender mit Getragenwerdendenkleinebabyfotos. An der anderen Wand ein Billigdruck. Mit einem kleinen Kind. Im Regen. Mit sooo großen Augen. Geschmacksache, das, dachte ich. Besser als der Anblick von in Butterbrot gewickelten gerahmten Ulbrichtphotos im Schrank zu finden oder in einem zufällig offengebliebenen auchen Schrank eine gebrauchte weiße Feinrippunterhose auf dem Bügel hängend sehend zu müssen. Vielleicht hatte mir auch jemand was in den Kaffee getan. Dann waren kleine Pupillen in den großen Augen. Jedenfalls, zum Beginn schweifend, gibt es einen Film von Burton zu der irgendwie schon interessanten Story hinter der Großeaugenbildermalerin. Der von der dorisdayesk naiven Hauptdarstellerin lebt und von Waltz, der aller Register seines overtoppenden Selbstdarstellerkönnertums ziehen darf. Flasht nicht. Aber man lernt was. Fühlt sich amüsant unterhalten. Und schöne Farben gibt es auch. Waren schon andere Zeiten, das. Damals. Big Eyes by Molten Brain Big Eyes.

Mehrlinale.

Der Rest der Berlinale erstmal in kurz... Später vlt. mehr, etwa Bildchen...

El bar. Spanisch. Leider nicht vergleichbar mit My big Night. Im Vergleich dazu kammerspielig. Vorhersehbar. Dennoch. Nicht ganz unwitzig, und die Schauspieler spielen und reden schnell, in spanisch, deswegen saß wohl auch eine der Veranstalterinnen des Spanischen Filmfestes - Moviemento - fast neben mir, und es gibt genug Abstruses zum Tortsdemwirklichgutunterhaltensein... Jedenfalls. Ein paar Menschen sitzen fest in einer Bar... wer rausgeht, wird erschossen, von wem auch immer... Was tun? (Reden, klar... aber was noch?)

Mittsu no hikari. Three Lights. Ein paar Personen. Wollen was aufnehmen. Musik. Zwei Männer. Drei Musen. Drei Lichter. Mit ihrem Leben. Das sie einbringen sollen. Raus aus den Zurückhaltung. In den Schaffensprozess. Etwas länglich, das. Etwas japanisch, auch. Wer hält sich hier schon zurück? Aber Schauspielerinnen, und Schauspieler, denen man gerne zusieht. Und die dann auch auf der Bühne auftauchten.

Hao ji le. Anime. Mit Bilder, die ich mal verstörend gut und mal schlecht fand. Tolle Zigarettenrauchimbilder, aber schrottiges Autoanhalten. Jedenfalls. Einer stiehlt Yakuzageld, um eine OP zu finanzieren... und dann wandert das Geld durch diverse Hände, gelenkt durch Zufälle, die durchaus makaber und - trotz und wegen etwas Willkür - gut unterhalten... Durchaus witzig, und irgendwann merkt man, wie alles zusammenfließt, am Ende. Und mit tollen Farben, etwas gedämpft, etwa dunkel... Das Best am Film waren die tanzenden Auslassdamen, am Ende, von deren guter Laune ich mir eine Scheibe abschneiden konnte, mindestens... Und deren Anblick das beste Berlinalerelebnis 2017 war.

Uchûjin Tôkyô ni Arawaru. Atomkraft. Vor der die dann doch nicht so roten Seesternkostümträfger aus dem All warnen. Uchujin... by Molten Brain Transformiert dann in knubbelimgesichtige Menschen. Mit Bildern aus Nikko - wie bei Mr. Long - , wo ich mal hin muss. Muss gerettet werden, wie der Rest der Welt. Wie die ganzen Schulkinder. Womit, ist die Frage. Atomraketen? Und das aus Japan? Schon interessant. Wie die tollen Kostüme, die ich irgendwo im Netz schon mal gesehen habe. Das Tragen wäre meine bevorzugte Bestrafung für die Popcornknabberpaar neben mir. Retsrospektive. Mit nettem Vorfilm, übrigens, Hyakunen-go no ahari. Von 1933. Stumm, völlig ohne Ton, Visionär, was die Technik angeht. Leider war ich ratlos, was das von FrauFlinkwert gelobte Ende angeht. Arbeiten und Berlinale geht eben nicht zusammen. Da verpasst man mal was, auch mal.

The Tokyo Night Sky is always the densest Shade of Blue. Etwas gewollt, etwas deutsch, manchmal. Aber die tollen Schauspielerinnen und -er reissen es raus. Und die Shibuya und Shinjukubilder. Jedenfalls. Ein Bauarbeiter mit mehr oder weniger einem Auge. Ein paar Freunden. Eine Krankenschwester, die in einer Bar jobbt. Diverse Unglücksfälle, Verletzte und eine sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte. Etwas viel Slomo. Etwas ofte Straßensängerin. Aber hey. Dann doch ganz nett.


Killen und kochen.

Sabu. Mr. Long by Molten Brain Wie letztes Mal eine ziemliche Offenbarung. Ein Film, der atmosphär- und authentisch und wackeleuchtreklamig beginnt wie eine Doku, sich zum Killerbekommteinenauftragfilm wandelt, und dann erstmal zum Märchen wird, mit einem dichten Schauspielerdestillat, in dem Gesichter und Gesten Geschichten erzählen, lakonisch wie bei Kausrismäki und - wenn geredet wird - überdreht wie bei Iglesias und doch auf das Notwendigste beschränkt, mit Entwicklungen und Wendungen, bei denen das Publikum - geräuschwise - mitging wie bei keinem anderen Film, den ich in den letzten 5 Jahren gesehen habe, mit adäquat sparsamzurückhaltendem abundzunem Score, mit einfachen einfach faszinierenden Bildern voller Humor, Liebe und gelegentlich auch bracchialer Härte, in keiner Sekunde langweilig, im Rückblick durchaus von Akt zu Akt nicht unvorhersehbar, aber beim Sehen jede Minute frisch und unverbraucht und neugierig machend auf mehr... Ein schweigsamer Killer, ein unnerviges Kind, eine Drogenabhängige, die Nachbarn, und Fremde und Suppengekoche und Schaugespielere im Film und Slapstick und Blut und Glück und Witz und Drama und so viele kleine Momente, die immer passen. Mr. Long.

Alle 10 Minuten Satie.

Soinetwaberlinale. Woche der Kritik. Hey. Im Interview danach. Peaches fand den Film übel. Frauenperspektivisch. Ja. Right. Wie in jedem Anime die Geräuschspur, wenn Brüste ins Bild boingen. Aber hey. Es war eine Nikkatsuhommage an die roman porns. Von damals. Romance und tits müsste es eher heißen, btw. Aber hey. Filme, die in 7 Tagen ohne richtiges Budget gedreht werden mussten. Mit allezehnminütiger Sexszene. Rest egal. Ging um Geld, damals... (Eine bessere Idee als Popcorn zu verkaufen, um das Kino zu retten, übrigens, finde ich...). Eine Chance, eine richtige, Filme zu machen, wenn man neu war oder politische Filme machen wollte wie Wakamatsu, dessen Filme ich fast alle auf der Berlinale sah.... Jedenfalls hier: Regisseur auf Abstiegsleiter. Probleme mit aktuellem Film. Und alle zehn Minuten wird er - laut Peaches sehr sehr unattraktiv, und alt, laut Film ein Esimmerhinesmalnachcannesgeschaffthabender, in echt ein echter Regisseur, mit einem leichten Leinenmantel, den ich ziemlich ok fand - von durchaus nicht unattraktiven jungen Damen ziemlich bezirzt... am Ende ein Affront, eine Auflösung, und hey, interpretationsfreudig wie ich bin, vermochte ich dem Ganzen durchaus was abzugewinnen. Auch wenn Gymnopedies nur der Koitusuntermalung diente. Aroused by Gymnopedies by Molten Brain Aroused by Gymnopedies. Im Vorfilm der experimentelle Headless Appearance, mit abstrakter Kunst im Millisekundentakt auf dann doch irgendwann durchscheinenden Familienphotos.

Haare. Lichter. Laut.

Eine Weile her. Musik, nicht Film. Aber hey. Japan-Art-Core. Frau. Stimme und Computer. Gitarrist. Mit dieser Gesundheitsmaske. Nenne ich mal so. Laut. Noise eben. Schnell. Manchmal auch kurz, so sechs Songs in fünf Minuten. Braucht man Masse, dabei, und Ellebogen, wenn man sich trotz netter Warnung im Bereich des Moshpit aufhält. Aber hey, wer hätte das schon ahnen können, dass es noch abgefahrener wird als bei diesen beiden Vorbanditalienern, die aus einer Menge Haaren hervorlugten, neben mir so passend als "Adrenalin" und "Testosteron" bezeichnet wurden und mit Bass und Schlagzeug so viel mehr brutalakustische Aufmische hinkriegten als so manche andere Bigband... Saugut, beides! Melt Banana by Molten Brain Melt Banana. Vorher ZEUS!. Bi-Nuu.

Fies ists, good looks.

So viel Kamerakreativität... das alleine lohnt schon. Ansonsten eher kruder Mix aus korrupten Polizisten, Blutgesproddel, vergewaltigenden Unteranderemverhörzwergen, schwulen Yakuza, Teenagestrichern... hmmm.. war da auch eine Frau? (Wie im richtigen Leben...)... Jedenfalls böse, blutig, und ein optisch so abwechslungsreicher Leckerbissen ohne Längen. Und ein bisschen Tokyo sieht man auch. Und man freut sich dass man einen normalen Alltag hat. Selbst wenn man abends noch mit jemandem chattet, der nicht bei null Grad durch den Fastregen laufen muss, sondern sich bei 27 Grad über die blinkende Lichter der Stadt und den Gesang der Frösche freut, und wenn man durchaus weiß, was man gerade nicht hat, begegnet man immerhin niemandem aus diesem Film, in der Kälte, im Winter, in Berlin. Ist schon was, das. Shinjuku Triad Society by Molten brain Shinjuku Triad Society. Miike. Klar.

Blut. Und Blumen.

Wie Pornostar von Toyoda. Bisschen später gedreht. Kohärenter. Reifer. Dunkler. Jedenfalls. Mehrere Schüler. Mit Träumen. Oder auch nicht. Was die Zukunft betrifft. Mehrere Gangs. An der Schule. Auf der Schule. Lehrer als Randfiguren. All das, weswegen man glücklich ist, nicht in Japan zur Schule gegangen zu sein, zu einer Schule, die so ist wie in diesen Filmen, die ja die Realität wohl auch widerspiegeln. Blut, Baseballkeulen, Mutproben. Ab und zu guckt ein Mädchen über den Zaun. Immerhin. Ansonsten passend zur nicht vorhandenen Zukunft ein exzellenter Punksoundtrack. Blue Spring by Molten Brain Blue Spring.

Flunsch, Messer, Blut.

Und Shibuya. (Ja, Japan..., und independant...) Und wirklich breites Geguitarre auf Slomorumlaufen. Viel Style. Viel Messer. Wenig Story. Junger rebelwithoutacausiger Mann schweigt. Yakuza und sonstige Gangster. Immer wieder Gesteche und Geblute. Grob füreinehandvolldollarig. Viel Interessantes abseits der Storyline. Nichts für Spannungsbögenmöger. Ich weiß nicht wirklich, warum ich den Film so ziemlich mag. Pornostar by Molten Brain Pornostar.

Geschroddelt.

Weiß immer noch nicht so richtig, wie ich das finde. Bisschen makaber vielleicht doch. Im Film, sowas, in Latex... ok. In Echt? Wenn auch in Plastik? Zerlegt und gezupft und zerfasert... die Optik entspricht dem, was man so fühlt manchmal. Aber hey. Man lernt auch was. Biologie und so. Wie so ein Exponat, das fast nur bestand aus Gehirn, Gehänge, und Rückrat. Und hey. Mit der richtigen Begleitung.Koerperwelten by Molten Brain Körperwelten. Kein Film. Keine Musik. Ausstellung. Unterm Fernsehturm.

Farbundpasteflash!

Gucke so zum nochkranken Wachwerden mal wieder Crunchyroll. (Ja, wieder Anime. ich weiß...). Und bin ziemlich geflasht. Kabel. Raben. Weiß und rot und blau und grau. Eine Katze. Paste as paste can. Das sieht sooo gut aus. Popart pur. Muss nur noch verstehen, worum es geht. Mekakucity Actors e4 by Molten Brain Mekakucity Actors. Episode 4.