FantasyFilmFest. Tag 8.

Dead in a week. Sympathische unangestrengte englische Schauspieler, Altkiller und Strubbelhaarsuizidwoller, Kissenstickerinnen und eine unechtblonde freundin, die aber erst nach dem Ichschaffeesnichtselbstalsokillmichauftrag ins Leben des Todgeweihten tritt... macht mit seinem schwarzen Humor richtig gute Laune und verhindert, dass man schon beim ersten Film einschläft.

Ride. Verminderte die gute Laune ein wenig... nur ein wenig, aber. Bella Thorne ist nett anzusehen, und der Uberfahrer und der Neuefreundfahrgast sind ganz ok gespielt, aber mann muss schon manchmal das Gehirn ein wenig ausschalten, um eine Verhaltenslogik der Handelnden zu erkennen, die durchs durchaus nettbelichtete Stadtddunkel fahren, mit okayer Mucke im Ohr.. aber vielleicht sind wir alle auch nur zu hartgesotten inzwischen, nach Jahrzehnten Filmblut zwischen den Ohren...

St. Agatha. Nonnen. Klischeeböse, lookwise. Mir gefiel die Oberin ganz gut, aber im Grunde genommen ist das alles recht wenig explotationiges Nonnenbahnhofskino, oder besser sexplotationiges. Denn die Filmnonnen ziehen sich nicht aus. Und es gibt auch keine bösen Sprüche an der Zellwand wie "Bestrafe einen, erziehe Hunderte", wie damals in Schwarzweisszeiten und - war es sie? - Romy Schneider. Sie sind eben ein bisschen fies... naja, und der Rest erklärt sich von selbst, wenn ich lese, dass der Sawmaestro seine Hände im Spiel hatte. Naja, ohne Übererwartungen schon ansehbar, aber eben Bahnhofskino, irgendwie, halbherziges.

Piercing. Tja. Tolle Schauspieler - insbesondere die blondfrisurige Wasikowska mit richtigem Gesicht - , tolle Bilder, toller Ton, tolle Farben, ansonsten eher eine kammerspieleige Studie über Sticheln und Penetrieren als ein Film. Aber hey. Cool, und mehr Inhalt als die deutschen Beiträge....

One Cut of the Dead. Vorher irgendwo schon Netzgelobhudelei mitbekommen. Skeptisch erst, dann auch erst skeptisch geblieben wegen der Wackelwackelkotzkamera, aber die beruhigt sich irgendwann und der Film dreht so nett realhumorig auf mit seinem Film über eine Zombieattacke... lowbudgetig, aber dann so nett, über Film und den Ohnecutundlivewahn und die Hindernisse, die alle so auftauchen können... Liebe zum Film tropft aus jedem Bild... und ja, Blut auch... meine dringende Empfehlung: Ansehen!

Und ja, ein paar Bildchen kommen noch. Muss aber jetzt abwaschen, der Molten.