FantasyFilmFest Nights. 1.

Es ist wieder mal soweit. Der Zahn der Zeit und dubiose Aktivitäten wie Bücherschreiben nagen zusehends an der Menge der mir bekannten Filmfreunde... Aber hey. Andere tauchen dafür wieder auf, vereinzelt...
Jedenfalls.

Control. Control by Molten Brain Zum frühen Beginn... kaum aufgestanden... etwas Belgisches. Nicht ganz auf Alzheimercaseniveau, etwas vorhersehbar, mit einer zottelighaarigen ausgemergelten Raimundharmsdorffoderkriskristoffersonvariation und einer betont geheimnisvollen basicinstinctigen Schönheit und ein paar wekken Köpfen, erstmal... haut einen nicht um, aber hey, solide, und wenn ein Tatort mal diese Niveau erreichen sollte, würde ich das wahrscheinlich auch ab und zu kucken...

Pyewacket. Ebenfalls mittelprächtiger ebenfalls solider Streifen mit etwas schwachen Eltern und einer durchaus voll okay gespielten Tochter, die versucht, mit schwarzer Magie ein Problem zu bewältigen. Stellenweise durchaus gruslig und durchwegs unterhaltsam.

Brawl in Cell Block 99. Deswegen geht man zum Fantasyfilmfest! Vince Vaughn ist nicht nur groß, sondern läßt - was das Ergebnis, nicht die Eleganz angeht - den ollen Seagal, bei dem damals noch die Knochenbrechgeräusche wegzensiert wurden, ziemlich mickrig aussehen (ja, ich weiß, Saegal ist inzwischen - als ich das letzte Mal einen "Film" mit ihm gesehen habe jedenfalls - auch größer, aber anders, eher... wie ein Berg vielleicht... egal). Eine knackigharte Einmannmusseinejobannehmengeschichte, die dunkel anfängt und... Egal. kein Spoiler. Die Story läßt eher einen manga als Vorlage vermuten, und wohlige Erinnerungen an Story of Ricky werden wach - damals vielleicht kreativer und overthetopper, aber hier durchaus sodassesbeimzukuckenwehtutrealistischer... , und als Zugabe gibt es einen coolen Don Johnson. Mehr davon, bitte.

The Strangers: Prey at Night. Den ersten Teil fanden ja manche gut. Ich nicht. Werde immer noch agressiv, wenn jemand sagt, der sei gut. Altersmildegeprägt investiere ich jedoch gerne etwas Hoffnung... Teil ein1 ist ja schon eine Weile her, vielleicht kommt mit den Jahren Qualität... Und wirklich, der Film ist besser als die erste Variante. Man verlässt den Kinosaal aber nur dann nicht ziemlich unterbeeindruckt, wenn man fasziniert ist von vermummten Typen, die des Nachts bewegungslos auf nebligen Wiesen in Trailerparks herumstehen und eine Axt dabeihaben. Oder wenn man zufrieden ist, nur ein paar Minuten Qualität in dem Film zu haben, und zwar ein paar atmosphärische Bilder in einem dunklen Trailerpark, aber nur dann, wenn niemand rumsteht, leidet, etwas sagt oder überhaupt im Bild ist. Dann ist der Film wirklich ok! Und ja, die Swimmingpoolszene geht auch. Nette Farben. Ansonsten nichts zum wirklich ärgern, aber hey... Dialogvorschlag für das wirkliche Leben: "Warum gehst Du nicht in The Strangers?" "Weil ich es kann.".

Revenge. Und wieder ein großes JA. Optisch großes Kino, szenisch ausgewalzt bis zum Gehtnichtmehr, sexy (habe ich wirklich dieses Wort verwendet? (.. das Alter...)), tolle Schauspieler, tolle Farben, tolle Effekte, tolle Rache. Tut bisweilen ungeahnt weh, und etwas bösen Humor gibt es auch... Frau aus LA in der Wüste hat irgendwie Pech, und drei Typen suchen sie... Und Realismus wird eh überbewertet. dafür gibt es das Leben nach dem und vor dem Kino. Und Serienkucken.