Heirat, Schiff, Katzen.

Mal wieder einen Klassiker. Von Vigo. Nix Trash und Blut. Sondern Schwarzweiße Perfektion, filmgewordenen Stimmungen, Realismus, Naivität, unvorgesehenes Vorhersehbares, ein junges Ehepaar, gerade vermählt in einem Dorf, auf einem Kanalboot, und ein eher Kleiner, und eher Größerer, mit Bart und Erfahrung und einer Horde Tattoos, die so aussehen, wie die so aussahen 1933 oder 1934, so auf Seeleuten, die eine obskure Nunjadanndocheinbisschentrashsammlung dabeihaben, das mich ungemein an dieses merkwürdige Seemannmuseum mit maritimen Kuriositäten erinnert, das es mal an der Reeperbahn gab, vielleicht noch gibt, keine Ahnung, und mit einer so oftüberraschenden Kamera mit so vielen Ideen, und mit einer Million Katzen, die auch auf dem Schiff leben, ohne dass viel passiert, während so Vieles passiert, zwischen Schmutzwäsche und der Kombüse und dem Grammophon und zwischen Paris und Le Havre, mit den Vieren, die ganz gut klarkommen, aber hey, irgendwann will die Neugemahlin dochmal Paris näher angucken... Doch mehr Klassiker gucken, müsste ich, wie diesen. Echt gut. Atalante by Molten Brain Atalante.