FantasyFilmFest. Tag 10.

Vultures. Skandinavischer kühler Besseralstatortthriller, der mit einer verstopften Drogenkurierin und sozusagen kränklich aussehenden Weisswürstchen anfängt, sozusagen kantinenlookig, mit leichtem Gelbstich - und ja, ich erinnere mich gerne an diesen Film vor ein paar Jahren, wo es im Gegenteil um den Wunsch, nein sogar die Notwendigkeit von drogeninduzierter längerer Extremstuhlgangvermeidung ging - und mit wartenden Brüdern weitergeht, die ein Problem haben... Spannend uns skandinavischreal.

Boarding School. Schwieriges Kind wird in ein Miniinternat gesteckt, wo andere schwierige Kinder - eine etwas bmovieige Merkwürdigzusammenstellung allerdings, wenig homogen, aber hey, es wird ja irgendwie erklärt, mehr oder weniger, dann, irgendwann - ebenfalls elternwunschgerecht untergebracht sind. Fängt an wie ein Mix aus einem dieser Internatmitbösennonnenfilmen und dem von mir wiedergesichteten The dangerous Life of Altar Boys aka Lost Heaven, wo Jodie Foster, die ich sonst als eher kühlsperrig nicht fragen würde, ob sie mal wieder in Berlin ist, durchaus passenderträglich erzieherisch tätig wird, aberwandert schnell - wobie die Kinder hier wirklich Spass machen, in eine andere Ecke, eine genredunklere, blutigere... Wirklich nett und mit einem echt wenig vorhersehbaren Ende.

Terrified. Argentinischer Geisterfilm. Verschiedene Personen erleben unheimliche Dinge, wobei erleben geht von Hucheinenunheimlichenschattensehen mit Alszuschauerbösevorahnungenhabenwegendertonspur bis hin zu Rumgeworfenwerden und Sonstirgendwieaufunheimlicheweiseverableben. Ja, unheimlich, ziemlich, und unterhält, ohne dass ich mich allerdings an die Storyline erinnern könnte. Es bleiben Effektivehaarsträubgruselmomente.

American Animals. Heistmovie. Den ich mochte. Weil die eher unbekümmerten Protagonisten sich auf eine entsprechende Untat vorbereiten, in dem sie Heistmovies ansehen. Weil sie einigermaßen sympatisch sind. Aber auch etwas unbekümmert, was so das Potential von Waskannallesnormalerweiseschiefgehensituationen angeht. Bisschen Hinterherinterviews mit bisschen viel Zeigefinger, wobei ich überlegen muss, mit welchem Ziel: ob man sowas gleich sein lassen sollte oder lieber ordentlich planen und nie einen Schreck kriegen? Okaye wohlproduzierte Unterhaltung.

Future World. Es gab hinterher viele lange Gesichter. Aber hey. Warum? Francogemacht. Kennt man, die eher unbekümmerte Herangehensweise. Bisschen Freundeverkleiden, Moppedinderwüstefahren, Schlechtezähnefletschen und Rumballern, Hommage an die Indernachapokalyptischenwüstmitfantasieklamottenauflustigenmpoppedsinderwüsterumfahrfilme eben. Mit Lucy Liu, die allerdings wenig sagt und meistens ätherisch-ästhetisch rumliegt. Mit Badassglaubichtrotzdemnichtfranco mit allerdings gut gemachten schlechten Zähnen mit ausgeprägtem Wunsch nach Kamerazeit. Mit Drehorten, die an ein kleines esoterisches Irgendwofestival erinnern, an einen Billigtittytwister, und irgendwo am Meer gab es noch eine kaputte Ruine, die sich auch zum Feiern eignet, mit einer overactenden Milla deswegenmussmandenfilmsowiesosehen Jovovich, die hier aber mehr anhat als ein bisschen weisses ducktape, egal, und Snoopdoggydingsda spielt sich selber, oder den der er gerne wäre, keine Ahnung, kenne mich nur ganz oberflächlich mit nur französischen Rap aus, wobei auskennen das nicht wirklich trifft, obwohl ich in Bälde mich von IAM konzertbeschallen lasse... Letztendlich alles auf der Kippe, das, irgendwie, wenn nicht Suki Waterhouse eine bezaubernde andersfarbige Kontaktlinse hätte und sich nicht so geradeso ubermodellig durch den Sand bewegen könnte wie auf einem extremstöckeloptimierten Laufsteg... Das passt dann doch.